Ernährung

Neue Studien über empathiefähige Schweine und das Muhen der Kühe

Neue Studien zeigen ein weiteres Mal, was vielen Menschen schon lange klar ist: Schweine und Rinder sind keine gefühllosen Objekte, wie es uns Teile der Politik oder so mancher Landwirt oft verkaufen will.

Schweine sind empathiefähig und intelligent!

Eine neue Studie zeigte, dass Schweine mit anderen Gruppenmitgliedern mitfühlen können. Die niederländischen Wissenschaftler trainierten einzelne Schweine in der Gruppe positiv oder negativ auf bestimmte Dinge (zum Beispiel Musik) und fanden heraus, dass untrainierte Schweine auf die Stimmung der trainierten Tiere mit ähnlichem Verhalten reagierten – sie zeigten also eine Form der Empathie für das andere Schwein. Schweine fühlten vor allem in negativen Situationen mit anderen Schweinen mit.

Fakt ist: Leider gibt es in den meisten Schweineleben nur negative Momente! In der landwirtschaftlichen Tierhaltung werden Mutterschweine fast ihr ganzes Leben in solch engen Käfigen gehalten, in welchen sie sich nicht einmal umdrehen können. Ferkel werden der Mutter zu früh weggenommen und ihnen wird ohne Narkose der Schwanz abgeschnitten, die Zähne abgeschliffen und die Hoden herausgeschnitten. Wegen ihres Fleisches werden etwa 99% aller Schweine in engen, schmutzigen Buchten gehalten. Sie leben auf Spaltenböden in ihren eigenen Exkrementen und leiden unter chronischer Langeweile und chronischem Stress. Dann folgen der traumatisierende Transport und die Tötung im Schlachthaus.

Dabei sind Schweine so intelligent wie Hunde oder Kleinkinder. Und auch wenn sie das nicht wären – Schmerzen und Leid fühlen sie sicherlich!

Kuh und Kalb haben eine innige Bindung!

Menschen, die sich vegan ernähren, wollen unter anderem nicht für die schmerzhafte Trennung zwischen Mutterkuh und Kalb verantwortlich sein. Denn eine Kuh ist bekanntermaßen ein Säugetier, welche nur Milch gibt, wenn sie ein Kind zur Welt gebracht hat. Wissenschaftler aus England haben nun das Muhen von Mutterkühen untersucht und konnten zwei verschiedene Laute feststellen. Einen niederfrequenten, den die Mütter von sich geben wenn sich das Kalb in Sichtnähe befindet, sowie einen lauten und hochfrequenten, wenn sich die Kälber außer Sichtweite befinden. Die Kälber geben ebenfalls Laute von sich, um die Mutter wiederzufinden. Es erstaunt deshalb nicht, dass Mutter und Kind teilweise tagelang nacheinander rufen, wenn sie, wie in der Milchindustrie üblich, nach der Geburt getrennt werden, damit der Mensch die Kuhmilch trinken kann. Das Kalb steht dann meist die ersten zwei Wochen in einem sogenannten Kälberiglu – alleine!

Ist das fair? Sind Milchprodukte das wert?

Wenn ihr auch der Meinung seid, dass jede Mutter ihr Kind erleben muss, dann probiert die tollen Milchalternativen!

Und wenn ihr der Meinung seid, dass intelligente Tiere nicht eingesperrt und getötet werden dürfen, dann testet unseren kostenlosen und unverbindlichen Veganstart 🙂

Über den Autor

Lisa

ist Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie. Sie hat Agrarwissenschaften studiert und will sich nun für alle Tiere stark machen, egal ob sie muhen, grunzen, gackern, bellen oder miauen.

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