Ernährung

Morrissey an Al Gore: Was ich kann, kannst auch du

Al Gore, seines Zeichens Nobelpreisträger, Klimaschützer und selber vegan, hat für dieses Jahr eine Neuauflage seines Live Earth Events geplant. Leider ist Gore hier nicht so konsequent. Wie längst bekannt ist, sind tierische Produkte der Klimakiller schlechthin. Dennoch wird die Verpflegung der Konzertbesucher nicht ausschließlich vegan sein. Man könne nicht kontrollieren, was die Händler verkaufen würden lautet die Ausrede der Veranstalter….

Dass dies heuchlerisch ist, sieht auch Morrissey. Die Musik-Legende, die bei eigenen Konzerten immer den Verkauf (oder sogar das Mitbringen) von Fleisch untersagt, hat nun einen Brief an Gore geschrieben. Fleisch und Milchprodukte bei einem Event das dem Klimawandel entgegentreten soll anzubieten sei, wie Pistolen bei einer Anti-Waffen-Demo zu verteilen. Die Veranstalter sollten sich nicht den Händlern verkaufen, die mit den umweltzerstörerischen Produkten Kasse machen, sondern ihrer Mission treu bleiben und den Caterern vorschreiben, nur vegane Verpflegung anzubieten. Denn: Warum sollte Gore das nicht hinbekommen, wenn er es bei all seinen Konzerten schafft?

Morrissey unterstützt damit PETAs Anliegen – erst kürzlich forderte PETA USA Live Earth dazu auf, Fleisch und Milch vom Angebot zu streichen, da nicht zuletzt die UN, einer der Hauptsponsoren der Veranstaltung, kürzlich bestätigte, dass ein globaler Wandel hin zu einer veganen Ernährung notwendig sei, um den schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels entgegenzutreten.

Wenn man das Anliegen des Festivals ernst nehmen, und wirklich etwas im Kampf gegen den Klimawandel erreicht werden soll, dann ist dies der einzig konsequente und richtige Schritt. Bleibt abzuwarten, ob die Veranstalter Einsicht zeigen werden…

Über den Autor

Anja

seit 2004 vegan und seit 2007 bei PETA Deutschland, hat sie schon europaweit Kampagnen, Demos und Infostände betreut. Sie freut sich über jeden, der durch seine Entscheidungen die Welt für die Tiere besser macht und liebt P!NK – als Künstlerin und als starke Stimme für Tierrechte.

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