Molly: Aus dem Tierheim adoptiert, dann geschlachtet
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Molly: Aus dem Tierheim adoptiert, dann geschlachtet

Hängebauchschwein adoptiert gegessen

Das Tierheim dachte, für die dreijährige Molly würde endlich ein Traum wahr: Sie durfte in ihr neues Zuhause umziehen. Das Paar, das Molly adoptierte, wurde überprüft und versprach, sich gut und liebevoll um Molly zu kümmern. Doch es kam anders. Schon nach kurzer Zeit waren die beiden mit der Haltung und den Bedürfnissen des Tieres überfordert. Was also tun? Sich Hilfe holen, Molly im schlimmsten Fall zurück ins Tierheim bringen? Nein – Molly wurde geschlachtet und gegessen.

Wer war Molly?

Nun sollte man meinen, das Tierheim könnte sofort Anzeige wegen Tierquälerei erstatten. Doch das geht leider nicht. Denn Molly war nicht etwa ein Hund oder eine Katze – sie war ein Hängebauchschwein. Und während es in den meisten Ländern möglich wäre, jemanden anzuzeigen, der seinen Hund schlachtet, ist das bei einem Schwein kaum möglich. Denn obwohl Schweine klüger als die meisten Hunde sind und mindestens genauso freundlich und loyal, sehen viele Menschen in ihnen noch immer ein Stück Fleisch, keinen Freund.

Besonders tragisch: Molly war zuvor aus schlimmen Haltungsbedingungen heraus gerettet worden. Ihr Umzug in den Tierschutzverein sollte der Start in ein neues Leben werden. Die Mitarbeiter/-innen mussten Molly gesundpflegen und vermittelten sie dann überglücklich in ein scheinbar gutes Zuhause. Die grausamen Halter wurden enttarnt, weil sie online Bilder und Videos davon posteten, wie sie Mollys Fleisch zubereiteten. Verständlicherweise war das Tierheim-Team wütend und tottraurig.

Das Leid der Schweine

Leider hört man immer wieder von Fällen, in denen Menschen „Minischweine“ oder andere „Hausschweine“ zu sich nehmen und schnell überfordert sind. Denn ein Schwein – so klein es auch ist – zu halten, ist nicht so einfach. So ist es zum Beispiel nicht tiergerecht, ein Schwein nur im Haus oder gar alleine zu halten. Auch über die Ernährung muss man genau Bescheid wissen – viele Schweine enden völlig verfettet und krank in Tierheimen.

Doch die mit Abstand meisten Schweine leiden nach wie vor in der Fleischindustrie. Alleine in Deutschland werden jährlich fast 60 Millionen von ihnen geschlachtet. Jedes einzelne fristete zuvor ein qualvolles Dasein in einer der vielen Schweinezucht-, Ferkelaufzucht- oder Schweinemastanlagen.

Think twice!

Wenn ihr einen tierischen Mitbewohner – egal welcher Tierart – bei euch aufnahmen wollt, informiert euch vorher genau. Besucht in jedem Fall ein Tierheim, niemals einen Züchter oder eine Zoohandlung. Und falls ihr erfahrt, dass jemand sein „Haustier“ misshandelt, dann meldet das sofort dem Veterinäramt und dem örtlichen Tierschutzverein.

 

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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