Ernährung

Mit Schönheitsfehlern gegen Lebensmittelverschwendung

Heute ist Welthungertag und deshalb stellen wir uns heute diese Frage:

Was sehen wir, wenn wir durch einen Supermarkt gehen? Foto 2 (1)

Gut sortierte Ware, ansprechend präsentierte Produkte und gleich aussehendes, makelloses Obst und Gemüse. Das wollen viele Verbraucher kaufen und deshalb wird jede Menge „beschädigtes“ Obst und Gemüse am Abend weggeworfen oder es kommt eben gar nicht erst in den Verkauf.

Eine unverständliche Handlung, wenn man bedenkt, dass auf der ganzen Welt – und auch in Deutschland – Menschen an Hunger leiden und an Unterernährung sterben.

Was passiert mit dem Obst und Gemüse, das nicht in den Handel kommt?

Es verbleibt entweder direkt auf dem Feld und wird untergepflügt oder es wird zu Tierfutter. „Ah, Tierfutter! Dann hat es ja eine sinnvolle Verwendung“ wird sich jetzt vielleicht der Ein oder Andere von Euch denken. Weit gefehlt! Ein Grund für den Hunger auf der Welt ist – neben Nahrungsmittelspekulationen – die Verschwendung von hochwertigen, pflanzlichen Lebensmitteln als Futter für Tiere in der sogenannten Nutztierhaltung.

Zur Produktion einer tierischen Kalorie werden je nach Tierart fünf bis dreißig pflanzliche Kalorien verfüttert und man benötigt bis zu 16 Kilo Getreide, um nur 1 Kilo Fleisch zu produzieren.

Ein weiterer Punkt ist natürlich auch die unwahrscheinlich große Wasserverschwendung, die tierische Produkte mit sich bringen. Zudem die unheimliche Qual der Tiere und Auswirkungen auf unsere Gesundheit sowie Umwelt.

Ein Supermarkt will nun durch eine vierwöchige Testphase genau dieses Obst und Gemüse, das nicht der Norm entspricht und deshalb meist Tierfutter wird, günstiger verkaufen. Wir finden das super und hoffen, dass der Verbraucher und andere Märkte diese Chance, der Lebensmittelverschwendung in Deutschland entgegenzuwirken, wahrnehmen.

Aber reicht dieser Schritt und was kann jeder einzelne tun?

Dies alleine reicht nicht um gegen die einflussreiche Lobby der Tierindustrie, sowie politischen Entscheidungen, zu kämpfen.

Obst-Abfall-c-Schnappschuss-pixelio.de
© Schnappschuss, pixelio.de

Ein einfacher und sehr effektiver Schritt ist die vegane Lebensweise. Sie schont Ressourcen, rettet Leben und steht für Mitgefühl jedem Lebewesen gegenüber. Darüber hinaus kannst Du Supermärkte in Deiner Umgebung auf das Wegwerfen von Lebensmitteln ansprechen oder eben bewusst Obst und Gemüse mit kleinen Macken kaufen, damit diese abends nicht in der Tonne landen.

Also werde vegan und trete für die Rechte aller Lebewesen ein!

Über den Autor

Lisa

ist Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie. Sie hat Agrarwissenschaften studiert und will sich nun für alle Tiere stark machen, egal ob sie muhen, grunzen, gackern, bellen oder miauen.

Durch die Nutzung dieser Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen