Milchpreise sinken – Kühe leiden
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Milchpreise sinken – Kühe leiden

Kühe
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Weil die Produktion steigt, sinken die Milchpreise. In dieser unrentablen Landwirtschaftsform leiden vor allem Kühe. Sie werden meist nur noch als Milchmaschinen gesehen. Nicht als das Lebewesen.

Das Leiden der Kühe

Milch ist nach Aufhebung der Milchquote noch mehr eine Massenware von auf Hochleistung gezüchteten „Wegwerfkühen“. Kühe werden nur so lange am Leben gelassen, wie sie rentabel sind.

In der Milchindustrie fristen die Kühe in einem grausamen Zyklus ihr Leben: eingepfercht in engen Ställen stehen, ungewollt künstlich geschwängert, das Kind kurz nach der Geburt weggenommen, die Milch abgepumpt und wieder von vorne. Wenn sie nicht mehr genug Milch geben, werden sie getötet.

Den weggenommenen Kälbchen droht das selbe Schicksal. Wenn Sie weiblich sind, müssen sie wie Ihre Mütter leiden. Die Männchen leben nur wenige Wochen, und werden dann geschlachtet. Zuvor werden sie meist tagelang zu Mastanlagen oder Schlachthöfen transportiert.

Dabei sind Kühe liebevolle Lebewesen. Wenn sie die Möglichkeit haben, umsorgen sie ihre Kinder wie andere Mütter auch und entwickeln lebenslange Freundschaften untereinander. In der Milchindustrie wird ihnen nahezu alles verwehrt, was ein artgerechtes Leben für sie bedeuten würde

Bio und Weidemilch

Auch Bio-Produkte oder sogenannte „Weidemilch“ sind keine Lösungen dieses Problems. Denn auch diese sind nicht tierfreundlich.

Der Gang nach draußen soll bei „Weidemilch“ Pflicht sein. Die Praxis zeigt jedoch, dass die Tiere in einigen Betrieben im Laufe des Jahres nicht sehr lange auf die Weide gelassen werden und bei „ungünstigen Witterungsverhältnissen“ auch gerne einmal im Stall bleiben müssen. Zudem ist der Begriff „Weidemilch“ nicht gesetzlich geschützt.

Für die Bio-Haltung gibt es zwar höhere Standards, die Haltungsbedingungen und Futtermittel regeln. Es stammen in Deutschland jedoch nur rund 4,1% der Milchkühe aus Bio-Betrieben. Zudem:  Auch in der Bio-Haltung droht den friedfertigen Tieren derselbe Zyklus. Und Haltungsformen wie die quälerische Anbindehaltung sind zeitweise erlaubt. Das Töten eines Tieres kann niemals eine Alternative sein.

Pflanzenmilch als Alternative

Es ist einfach sich gegen dieses Leid zu stellen: Probiere doch einfach eine der leckeren pflanzlichen Milchalternativen – du findest sicher die richtige für deinen Geschmack.

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Wusstest du, dass Käse süchtig machen kann? Auch hier gibt es rein pflanzliche Alternativen! Probiere es aus und starte vegan durch!

Denn: Kuhmilch ist für Kälber gedacht!

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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