Ernährung

Männlich, stark, erfolgreich…vegan?

Echte Kerle brauchen Fleisch. Kraft und Stärke werden mit Männlichkeit und diese wird mit Fleisch in Verbindung gebracht. Ohne Fleisch können aus Jungen keine echten Männer werden – männlich, stark, erfolgreich. Soweit zumindest die Vorurteile, von Generation zu Generation unreflektiert und ungeprüft weitergegeben. Fakt ist: Menschen brauchen kein Fleisch. Wissenschaftliche Studien bestätigen das seit langem.

„Aber Menschen haben schon immer Fleisch gegessen“, entgegnet der stereotype Mann sofort. Abgesehen davon, dass das – menschheitsgeschichtlich betrachtet – nicht korrekt ist, Zeiten ändern sich! Zum Glück: Menschen haben nämlich auch schon immer Frauen unterdrückt, Sklaven getrieben, Kinder arbeiten lassen und Kriege geführt. Zwar sind letztere Dinge nicht vom Erdball, dennoch haben sich größtenteils deutliche Verbesserungen ergeben. Das Bewusstsein dafür bzw. dagegen ist mittlerweile in der breiten Gesellschaft geweckt. Ein evolutionärer Erfolg. Und der nächste wartet schon!

Immer mehr Menschen entscheiden sich für eine tierleidfreie Lebensweise. Und: Auch immer mehr männliche Führungskräfte aus Wirtschaft und Politik brechen mit Geschlechterstereotypen und widmen sich dem veganen Lebensstil. Die Gründe dafür sind so simpel wie überzeugend: Die negativen Auswirkungen des Konsums tierischer Produkte – wie Fleisch, Fisch, Eier und Milch – auf die eigene Gesundheit, die Umwelt, den Welthunger und natürlich die Tierrechte. Die Nachfrage nach rein pflanzlichen Produkten steigt kontinuierlich. Tofu, Salat und Co. erfreuen sich auch bei männlichen Machern und Entscheidern zunehmender Beliebtheit. Hier ein paar prägnante Beispiele aus dem Business Insider:

© Jake Wellington

Bill Clinton: Der 42. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika war von 1993 bis 2001 im Amt. Seither setzt sich der ehemals mächtigste Mann der Welt unter anderem gegen AIDS, Armut und den Klimawandel ein. 2005 erhielt er dafür den Bambi in der Kategorie „Charity“. 2011 stellte er nach wiederholten ernsten Herzproblemen seine Ernährung auf vegan um. Dieser neue Lebensstil hilft ihm auch beim Kampf gegen Welthunger und Klimawandel.

 

 

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© Sebastian Wallroth

Biz Stone: Der Mitbegründer von Twitter ist rund 200 Millionen US-Dollar schwer und gehört somit zu den reichsten Menschen der Welt. Er setzt sich nicht nur für die Umwelt, für Gesundheit, für Bildung und gegen Armut, sondern auch stark für den Tierschutz ein. Und dies sogar löblich konsequent: Er ist seit 10 Jahren Veganer. 2012 investierte er gemeinsam mit seinem Twitter-Kollegen Evan Williams in das Unternehmen „Beyond Meat“, das pflanzliche Fleischalternativen produziert, von denen Biz nicht genug bekommen kann. Abermals zeigt er damit, dass er ein Gespür für den Markt der Zukunft hat.

© David Shankbone

Russell Simmons: Der 340 Millionen US-Dollar schwere Hip-Hop Mogul zählt zu den ganz Großen im Music Biz. Er ist Mitbegründer des Hip-Hop-Labels „Def Jam“ und hatte bereits zahlreiche Künstler aus der Crème de la Crème der US Hip-Hop Szene unter Vertrag, wie z.B. Kurtis Blow, Run-DMC, die Beastie Boys und LL Cool J. Er war bis Anfang dieses Jahres mit „Germany’s Next Topmodel“ Kandidatin Hana Nitsche liiert, die sich für PETA gegen Pelz ausspricht. Er ist nicht nur ein amerikanischer Bürgerrechtler, sondern setzt sich auch aktiv für Tiere und deren Schutz ein. Er is(s)t seit über 10 Jahren vegan. Kürzlich rief er eine tierleidfreie Modelinie namens Agryleculture ins Leben, die bewusst auf Materialien wie Leder und Wolle verzichtet.

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© Ed Schipul

Michael Eisner: Der Manager aus New York, der zuvor schon einen hohen Rang bei dem Fernseh- und Hörfunk-Network „ABC“ und den „Paramount Pictures“ hatte, leitete von 1984 bis 2005 die „Walt Disney Company“. Der Medien Mogul führte die Trickfilmhersteller aus der großen Krise und transformierte das Unternehmen zum größten und bekanntesten Unterhaltungskonzern der Welt. Er ist Veganer.

© WynnLasVegas

Steve Wynn: Der Milliardär und Kasinobetreiber in Las Vegas zählt zu den ganz Reichen dieser Welt. Zu seinen Kasinos gehören das „Treasure Island“, das „Mirage“ sowie das „Bellagio“. Sein Kasino-Hotel „Wynn Las Vegas“ gehört von den Baukosten her zu den teuersten Hotels der Welt. Der Picasso Fan ist seit 2010 aus gesundheitlichen Gründen vegan. Alle Restaurants in seinen Hotels führen auch vegane Gerichte.

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© Gage Skidmore

John Mackey: Der Mitgründer des weltweit größten Bio-Supermarkt-Ketten-Betreibers „Whole Foods Market“ mit Umsätzen im Milliardenbereich lebt nach Jahrzehnten vegetarischer Ernährung nun vegan. Er greift hierbei ausschließlich zu Bio-Produkten und vermeidet Zucker und verarbeitete Lebensmittel.

© Matthew Yohe
© Sven Manguard

Und dann gibt es da ja noch den reichsten Mann der Welt – den Microsoft-Milliardär Bill Gates, der in der pflanzlichen Ernährung die notwendige Zukunft sieht – und den ebenfalls milliardenschweren Apple-Gründer Steve Jobs (2011 verstorben). Ein veganer Gigant

Mal davon abgesehen, dass genannte große Entscheider und Macher ansonsten nicht immer Menschen mit höchster Moral sind, eines haben sie erkannt und sie machen es vor: Vegan ist die Zukunft. Sei dabei und klicke hier!

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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