Ernährung

Live-Übertragung aus dem Schweinestall: Sieht so ein glückliches Schwein aus?

Themen wie Tierhaltung, Tierschutz/recht und vegane Ernährung sind in den letzten Jahren ein – zurecht – viel diskutiertes Thema in den Medien. Denn immer mehr Menschen informieren sich, woher tierische Produkte kommen, und möchten dies dann nicht länger unterstützen. Klar, dass viele Landwirte ihre Existenz bedroht sehen oder sich vielleicht auch ungerecht behandelt fühlen.

Einen Weg, den nun einige wenige Landwirte zur „Aufklärung“ gehen, ist eine Live-Übertragung aus dem Stall. So auch der Müllerhof in Auffkirchen.

Wenn ich mir die Bilder der zwei Sauen in den sogenannten Abferkelbuchten jedoch anschaue, dann sehe ich nur zwei – im wahrsten Sinne des Wortes – arme Schweine!

Dies ist ein sogenannter Vorzeigebetrieb: Es werden die gesetzlichen Anforderungen erfüllt und vielleicht sogar übertroffen. Und die Tiere haben es recht sauber und hell.

Mehr aber auch nicht. Die werdenden Mütter können sich lediglich ablegen und aufstehen. In diesen Metallkäfigen müssen sie nun mehrere Wochen ausharren und ihre Ferkeln zur Welt bringen. Danach werden sie erneut künstlich befruchtet (ebenfalls in solchen Metallkäfigen), um dann die Zeit bis zur nächsten Geburt in einer engen Gruppenbucht zu fristen.

Dabei ist ein Schwein so intelligent wie ein dreijähriges Kind und klüger als so mancher Hund. Sie haben ein Ich-Bewusstsein, erkennen sich im Spiegel, lernen ihren Namen und einiges mehr, sind aufgeweckt, neugierige und sehr reinliche Tiere.

Jedem Tierfreund und jedem empathischen Menschen dürfte klar sein, dass so kein erfülltes Schweineleben aussieht! Nicht mal im Ansatz. Diese Tiere leiden jeden Tag, jede Minute unter der Enge, der Langeweile und der unfassbaren Eintönigkeit. Für den Menschen haben sie nur einen „Nutzen“: viele Ferkel zur Welt bringen, die dann gemästet und getötet werden. Dabei lasse ich auch nicht gelten, dass es ja wirtschaftlich bleiben muss, dass die Menschen nun mal Fleisch essen wollen und sich nicht jeder Bio leisten kann….

Tiere sind keine Wirtschaftsgüter!
Nicht jeder darf machen, was er will!
Auch für Biofleisch sterben Tiere!

Es ist mittlerweile ausreichend bekannt, dass eine vegane Ernährung unserer Gesundheit, den Tieren und der Umwelt gut tut! Und nebenbei sehr lecker und abwechslungsreich ist. Wieso nehmen wir uns also weiter das Recht heraus Tiere zu züchten, zu transportieren, zu mästen und zu töten?
Wenn selbst ein „Vorzeigebetrieb“ nichts mit einem schönen Tierleben zu tun hat, dann könnt ihr euch vorstellen, warum wir in unseren Undercover-Recherchen nicht suchen müssen, um noch schlimmeres zu filmen.
Entscheidet euch für konsequenten Tierschutz: www.veganstart.de

Über den Autor

Lisa

ist Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie. Sie hat Agrarwissenschaften studiert und will sich nun für alle Tiere stark machen, egal ob sie muhen, grunzen, gackern, bellen oder miauen.

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