Ernährung

Endlich Hoffnung auch für Fische: Fischfleisch gibt es bald aus dem Labor

Ein Fischschwarm unter dem Meer Fischfleisch
© iStock.com / Global_Pics

Es gibt eine richtig gute Nachricht für unsere Flossenfreunde: Im Labor gezüchtetes Fischfleisch könnte bald den grausamen Fang und das Töten von Tausenden Milliarden Fischen, den oft vergessenen Opfern auf unseren Tellern, weltweit überflüssig machen. Die Firma Finless Foods hat das Ziel, zelluläre Technologien zu nutzen, um das Fleisch von Meerestieren zu vermarkten und so „eine kostengünstige und gesündere appetitliche Alternative zu konventionell gefangenen und kommerziell genutzten Meerestieren“ zu bieten.

 

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Wie Ihr sicher längst alle wisst, haben Biologen wiederholt aufgezeigt, dass Fische Schmerz und Angst verspüren, dass sie miteinander kommunizieren und Freundschaften schließen. Fische sind hoch entwickelte und sehr sensible Wirbeltiere, die Angst, Stress und Schmerzen empfinden können wie wir Menschen auch. Wenn Fische in riesigen kommerziellen Fischernetzen gefangen und aus den Tiefen der Meere an die Oberfläche gezogen werden, führt die starke Dekompression oftmals dazu, dass ihre Schwimmblase reißt, ihre Augen aus den Höhlen quellen und Ösophagus und Magen aus dem Mund der Tiere herausgepresst werden.

Auch auf Zuchtfarmen leiden Fische sehr, da sie ihr gesamtes Leben auf engstem Raum in schmutzigen überfüllten Netzen oder Becken zusammengepfercht sind und von Lachs-Läusen angefressen werden. Auf manchen Zuchtfarmen ist die Zahl der Fischläuse so hoch, dass einzelne Körperteile der Fische bis auf die Knochen abgenagt werden. Die Hälfte der Tiere stirbt.

Hinzu kommt, dass der Verzehr von Fisch auch gesundheitliche Risiken birgt. Fische absorbieren zahlreiche Giftstoffe sowie mikroskopisch kleine Plastikteile. Ihr Fleisch ist dadurch oftmals mit Toxinen wie Quecksilber, Blei, Arsen, PCB und Pestiziden angereichert.

Im Labor kultiviertes Fleisch gibt es bereits

Bereits 2013 wurde kultiviertes Fleisch der Öffentlichkeit vorgestellt. Mark Post von der Universität Maastricht präsentierte via Livestream den ersten Burger aus der Petrischale. Für diesen Burger waren Stammzellen von einem Rind entnommen und zu Muskelfasern herangezüchtet worden. Das erste Fleisch aus „zellularer Landwirtschaft“ soll nun Anfang des kommenden Jahrzehnts erhältlich sein. Es ist eine Riesenchance für Milliarden von Landwirbeltieren, die dann für den menschlichen Fleisch- und Milchverzehr nicht mehr getötet werden.

Was Du tun kannst

Es wird wohl noch ein wenig dauern, bis im Labor kultiviertes Fischfleisch auf unseren Tellern landet, aber schon jetzt kannst Du den Fischen helfen. Streiche sie einfach von Deinem Speiseplan. Nimm an unserem Veganstart-Programm teil und erfahre hier, wie schön, einfach und lecker es ist, tierleidfrei zu leben. Danke!
 

 

 

 

Über den Autor

Tanja

Tanja hat in Deutschland und Frankreich Zoologie und Meeresbiologie studiert und sich in ihrem Studium und in ihrer Freizeit viel mit Fischen beschäftigt. Getreu dem Motto: Fische sind Freunde, kein Essen - setzt sie sich seit Jahren dafür ein, dass Fische in Ruhe gelassen werden und nicht mehr auf unseren Tellern landen.

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