Kuh flieht aus einem Schlachthof - und wird vom Jäger erschossen
Ernährung Schlagzeilen

Kuh flieht aus einem Schlachthof – und wird vom Jäger erschossen

Kuh flieht aus einem Schlachthof

Gestern Nacht entkam eine Kuh aus einem Schlachthof im Kreis Rastatt (Baden-Württemberg). Das verängstigte Tier lief auf die Gleise der Rheintalbahn zwischen Karlsruhe und Basel und brachte den Zugverkehr zum Erliegen. Doch die Geschichte hatte für die Kuh kein Happy End: Sie wurde von einem Jäger eiskalt erschossen.

Todesangst

Man kann sich kaum vorstellen, was für eine Panik Tiere im Schlachthof überfallen muss. Sie hören, riechen und sehen, wie ihre Artgenossen getötet oder bei lebendigem Leib zerlegt werden. Dass die entkommene Kuh in der Presse als „störrisch“ und „widerspenstig“ beschrieben wurde, ist an fehlendem Mitgefühl kaum zu überbieten. Menschen hatten sie in den schrecklichen Schlachthof gebracht. Und nun standen auf einmal viele Menschen und Einsatzfahrzeuge um sie herum. Kein Wunder, dass die Kuh große Angst hatte und sich nicht fortbewegen wollte.

 

Immer wieder versuchen Kühe und andere Tiere dem sicheren Tod im Schlachthaus zu entkommen. Werden besorgte Anwohner und die Medien darauf aufmerksam, haben sie manchmal eine Chance, ihr Leben zu leben. So erging es zum Beispiel einer Kuh in New York, die nach ihrem Ausbruch auf einen Lebenshof ziehen durfte. Und auch die in Bayern zu Berühmtheit gelangte Kuh Yvonne durfte nach ihrer Flucht endlich Kuh sein.

Soziale Lebewesen


Lässt man Kühe in Frieden leben, zeigen sie ein ausgeprägtes Sozialverhalten und verschiedene Emotionen. Die klugen Hornträger haben ein gutes Langzeitgedächtnis und lernen voneinander. In der Fleisch- und Milchproduktion hingegen wird das einzelne Tier zum reinen Produktionsfaktor. Kälber werden ihren Müttern nach kürzester Zeit entrissen, damit ihre Milch für den menschlichen Verzehr genutzt werden kann. Die Jungtiere landen dann entweder selbst im grausamen Kreislauf der Milchindustrie oder kommen als männliche Kälber in die Fleischproduktion. Kühe können eigentlich über 20 Jahre alt werden, doch wenn ihre Milchleistung nach wenigen Jahren nachlässt, transportiert man sie ins Schlachthaus. Ebenso ergeht es Rindern in der Fleischindustrie – den Betrieben kommt es nur darauf an, dass sie innerhalb kürzester Zeit eine möglichst große Fleischmenge ansetzen. Im Schlachthaus werden die Tiere oft nicht richtig betäubt und so bei lebendigem Leib zerstückelt.

Und wozu das alles? Denn niemand muss heutzutage Fleisch essen oder Milch trinken (außer ein Menschenbaby, das Muttermilch trinkt)! Wenn ihr euch noch nicht vegan ernährt und im neuen Jahr damit anfangen wollt, dann holt euch unsere Tipps unter www.veganstart.de.

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Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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