Ernährung

Kükenschreddern geht in die nächste Runde

Bild: Karremann

Am 20. Mai wird vor dem Oberverwaltungsgericht Münster entschieden, ob das Kükenschreddern erlaubt ist. Die Staatsanwaltschaft Münster hatte Anklage gegen eine Brüterei im Münsterland erhoben, das Landgericht Münster hat diese jedoch abgewiesen. Nun steht das OVG vor der Möglichkeit ein Urteil auszusprechen, das Leben retten wird.

Die Anklage der Staatsanwaltschaft geht auf eine Anzeige von PETA aus dem Jahre 2013 zurück, in der dem Betrieb das Töten von Tieren ohne vernünftigen Grund vorgeworfen wurde – nach dem Tierschutzgesetz  ist das eine Straftat. Eine Straftat, die jedes Jahr bundesweit an ca. 50 Millionen lebensfähigen männlichen Küken begangen wird. Der Grund: Sie können keine Eier legen.

Die Politik, mit dem  Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt an erster Stelle, zeigt sich überraschend zaghaft. Zwar wird immer wieder beteuert, dass das Kükentöten ein Ende haben muss, doch will man keine gesetzlichen Schritte unternehmen, um den Vorgang endlich zu beenden. Und das, obwohl das Kükenschreddern leicht gestoppt werden könnte: Selbst das Bundeslandwirtschaftsministerium sagt, dass die In-Ovo-Methode, bei der Eier mit männlichen Tieren nicht ausgebrütet werden, kostenneutral oder gar kostengünstiger ist, als das herkömmliche Verfahren. Dennoch sehen wir diesen Schritt als weitgehend unzureichend, um die Situation der Tiere wirklich zu verändern.

Denn Fakt bleibt: Selbst wenn auf das Töten von männlichen Küken beendet ist, bleibt das Leiden ihrer Schwestern bestehen. Deshalb sollte jede Person, die wirklich den Tieren helfen möchte eine vegane Ernährung ansteuern, die das Leiden von allen Tieren verhindert. Wie das geht, erfahrt ihr hier.

 

 

Über den Autor

Andrzej

Andrzej ist Koordinator für Osteuropa bei PETA Deutschland und ist am Ausbau der Tierrechtsbewegung in dieser Region interessiert.

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