Ernährung

Kopi Luwak: Studie enthüllt Grausamkeit und Etikettenschwindel

Bild: PETA Asia

Fleckenmusangs in Indonesien: Eingesperrt ihrer Exkremente wegen

Fleckenmusangs sind exzellente Kletterer, die auf Bäumen leben und ihren Nachwuchs in Baumhöhlen zur Welt bringen. Sie gehören zur Famile der Katzenartigen. Dass sie unter anderem auch Kaffeekirschen fressen und die Bohnen halbverdaut wieder ausscheiden, wird Zehntausenden von ihnen zum Verhängnis.

Der Café, der aus den von den Fleckenmusangs defäkierten Bohnen gewonnen wird, unterscheidet sich geschmacklich kaum von herkömmlichen Café-Angeboten, hat jedoch den zweifelhaften Status einer halb exotischen, halb abstoßenden Rarität. Er wird unter dem Namen „Kopi Luwak“ zu horrenden Preisen auch in Deutschland vertrieben. Kenner beschreiben den Geschmack des abstoßenden Getränks als „erdig“, „modrig“ und „ein bisschen muffig“.

Ein Leben hinter Gittern…

Um sich die Kotgewinnung zu erleichtern, sperren die Betreiber der Kopi Luwak-Farmen die scheuen Tiere in kleine, beengte Käfigbatterien aus Holz und Metall und füttern die Allesfresser ausschließlich mit Kaffeekirschen. Dabei wissen die Produzenten einer neuen Studie von Wissenschaftlern der Oxford University und der NGO „World Animal Protection“ zufolge kaum etwas über die Tiere und ihre Bedürfnisse, wieso viele von Ihnen schon nach kurzer Zeit an Krankheiten und den Folgen der Mangelernährung sterben. In Freiheit beträgt die Lebenserwartung der Tiere indes fünfzehn bis zwanzig Jahre. Jede einzelne der 16 Farmen, die die Wissenschaftler besuchten, wies erhebliche Tierschutzmissstände auf.

Die Forscher trafen auf kranke, unterernährte Fleckenmusangs, die abgeschirmt von ihren Artgenossen in kleinen, dreckigen Käfigen eingesperrt waren und häufig nicht einmal Zugang zu sauberem Trinkwasser hatten! Für die nachtaktiven Tiere stellt es eine große Belastung dar, ungeschützt Verkehrslärm und Tageslicht ausgesetzt zu sein. Eine PETA-Reportage aus dem Jahr 2013 kam bereits zu ähnlichen Ergebnissen und schockierte die Öffentlichkeit mit schrecklichen Aufnahmen des Lebens der Fleckenmustangs in Gefangenschaft.

Verbrauchertäuschung bei Kopi Luwak an der Tagesordnung

In Deutschand zum Verkauf angebotener Kopi Luwak ist häufig als „Wildlese“ gekennzeichnet, hierbei handelt es sich eines BBC-Berichtes zufolge jedoch in den meisten Fällen um Etikettenschwindel. So muss der Konsument immer davon ausgehen, Kopi Luwak aus tierquälerischer Käfighaltung in der Tasse zu haben.

Warum der „Scheiß“?

Auch du bevorzugst Café mit guten Gewissen und ohne Ekelfaktor? Immer mehr Händler und Cafés bieten den Muntermacher aus biologischer Herstellung, fairem Handel und mit tierleidfreien Milchalternativen an und beweisen, dass der Wandel hin zu tierfreundlichem Café-Genuss nicht mehr aufzuhalten ist.

Hilf den Tieren, indem du niemals Kopi Luwak trinkst und auf leckere vegane Café-Varianten setzt. 🙂

Über den Autor

Christiane

ist Aktivistenkoordinatorin bei PETA Deutschland. Sie betreut Aktive in ganz Deutschland und setzt sich vor allem für die Enten und Gänse in der Stopfleber-Produktion ein - denn jedes Tier hat ein Recht auf Leben und Freiheit!

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