Ernährung

Israel beschließt Kameras in Schlachthöfen

Israel ist wohl das veganste Land der Welt. Da überrascht es nicht, dass nun die (noch bestehenden) Schlachthöfe besser überwacht werden.

Um gegen Tierquälerei anzugehen veranlasste der israelische Landwirtschaftsminister Uri Ariel, dass im Laufe diesen Jahres in jedem der etwa 50 Schlachthöfe des Landes Videokameras installiert werden. Diese werden rund um die Uhr Livebilder an einen Kontrollraum im Ministerium für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung schicken, wo Veterinäre diese begutachten.

Damit ist Israel Vorreiter bezüglich der Überwachung von Schlachthöfen. Ariel erklärte dazu, dass sie schon oft Zeuge von schwerer Grausamkeit gegenüber Tieren in Schlachthöfen überall in Israel wurden. Einerseits könne man nicht generalisieren, andererseits müsse man die Überwachung und Vollstreckung erhöhen – sonst würde sich nichts ändern. Das Leid der Tiere zu reduzieren ist die Hoffnung des Ministeriums. Israelische Tierrechtsgruppen befürworten diesen Schritt, der jedoch nicht ausreiche. Immerhin sind Schlachthöfe per se Orte, wo Tiere missbraucht und getötet werden. Sie fordern daher, dass Tierrechtsorganisationen die Bilder auch zur Auswertung zur Verfügung stehen, da Veterinärbehörden oft nicht bestehende Gesetze durchgesetzt hätten.

Auch wir haben schon gefordert, Überwachungskameras in Schlachthöfen zu installieren. Dass dies keineswegs unrealistisch ist, zeigt die Entscheidung Israels. Natürlich, es verhindert nicht den Tod des Tieres, das auf den Bildern zu sehen ist. Aber sein Missbrauch und den Tod mehrerer seiner Artgenossen, da sich dadurch mehr und mehr Menschen für die vegane Lebensweise entscheiden. Denn das Leid der Tiere reduziert sich am ehesten, wenn man sie nicht isst – so einfach.

Und mal ehrlich, wie viele würden noch Tiere essen, wenn Schlachthöfe Wände aus Glas hätten? Das kostenlose Veganstart-Programm zeigt wie leicht vegan leben geht!

 

Über den Autor

Anja

seit 2004 vegan und seit 2007 bei PETA Deutschland, hat sie schon europaweit Kampagnen, Demos und Infostände betreut. Sie freut sich über jeden, der durch seine Entscheidungen die Welt für die Tiere besser macht und liebt P!NK – als Künstlerin und als starke Stimme für Tierrechte.

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