Ernährung

Antibiotika in der Intensivtierhaltung töten

Die Skandale um Antibiotika in der Intensivtierhaltung nehmen kein Ende. Erst gestern wurde wieder ein interessanter Bericht bei arte ausgestrahlt, der zeigt, dass Tierhaltung tötet – und eben nicht nur die Millionen gequälten „Nutztiere“, sondern auch den Menschen.

Damit sogenannte Nutztiere die Zeit, in der sie von der Tierindustrie ausgebeutet werden, überhaupt überleben, werden ihnen systematisch Antibiotika verabreicht. Durch die Enge und den Schmutz im Stall herrscht ein hoher Krankheitsdruck. Zudem sind die Tiere durch Überzüchtung krankheitsanfälliger und die Haltungsbedingungen bedeuten für die Tiere Stress pur. Wenn ein Tier erkrankt, dann werden präventiv alle Tiere im Stall behandelt. 2011 kam so die unfassbare Menge von 1.700 Tonnen Antibiotika für die Tierhaltung zustande.

Wenn man antibiotisch wirksame Medikamente jedoch zu häufig oder falsch einsetzt, dann entstehen sogenannte „Antibiotikaresistenzen“. Das bedeutet schlichtweg, dass die Bakterien immun gegen das eingesetzte Medikament sind. Im Fokus stehen seit langer Zeit multiresistente Keime, wie LA-MRSA, gegen welche kein Antibiotikum mehr hilft und die Krankheit kann somit zum Tod des Menschen führen. Diese Resistenzen können vom Tier direkt, über das „tierische Produkt“, (zum Beispiel Fleisch) aber auch durch die Gülle und die Abzugsluft aus Tieranlagen an den Menschen gelangen. Dies alles geschieht unter dem Deckmantel der Verantwortlichen, also den Landwirten, Tierärzten und natürlich Politikern.

Wie kann man sich schützen?

Viele sagen, dass Biohaltung die Lösung ist. In der Tat werden hier deutlich weniger Antibiotika eingesetzt und deshalb werden auch weniger multiresistente Keime nachgewiesen. Jedoch müssen wir uns darüber bewusst werden, dass die ökologische Tierhaltung eine Nische darstellt. Über 95 Prozent der Tiere müssen in Intensivtierhaltung leben – und am Schluss landen alle Tiere beim Schlachter!

Ökologische Tierhaltung braucht zudem viel mehr Platz als konventionelle und durch die Freilandhaltung können Emissionen aus der Tierhaltung noch weniger kontrolliert werden.

Haben wir also nur die Wahl zwischen Tierleid und Antibiotikaresistenzen oder Umweltverschmutzung?

Nein! Wenn ihr eure Ernährung auf eine rein pflanzliche umstellt, dann wird der Kreislauf unterbrochen und neue Resistenzen können verhindert werden. Eine vegane Ernährung bedeutet richtigen Tierschutz, Umweltschutz und Schutz eurer Gesundheit.

Gerne helfen wir euch in ein leidfreieres Leben. Probiert einfach unseren kostenlosen Veganstart aus und seht selbst, wie lecker die vegane Küche sein kann.

Über den Autor

Lisa

ist Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie. Sie hat Agrarwissenschaften studiert und will sich nun für alle Tiere stark machen, egal ob sie muhen, grunzen, gackern, bellen oder miauen.

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