Ernährung

Historischer Appell vom Papst gegen Klimawandel

Mit der sogenannten Öko-Enzyklika, Laudato Si, ruft der Papst zum beherzten Handeln gegen den Klimawandel auf – und appelliert auch daran, dass wir unsere Konsummuster hinterfragen müssen. Im Zuge der Diskussion, die die Schrift ausgelöst hat, verbreiteten unsere PETA-Kollegen dies über dem Himmel von Rom: „Pope’s Message Requires Us All to GO VEGAN!” (Die Botschaft des Papstes verlangt von uns allen VEGAN zu LEBEN!). Damit sollte den Römern verdeutlicht werden, dass jede Diskussion zum Thema Klimawandel den Bereich der Ernährung einschließen muss.

„Alles ist miteinander verbunden“ bedeutet, dass die Entscheidungen, die wir jeden Tag treffen – ob wir Bohnen oder Rind, Mandelmilch oder Kuhmilch, Rührei oder Tofu Scramble zu uns nehmen – nicht nur einen Einfluss auf die Tiere selbst haben, sondern auch auf unser Umfeld und die ganze Welt. Denn: Es gibt keinen Fleisch essenden Umweltschützer! Allein ein Kilogramm Bio-Rindfleisch ist 90-mal belastender für das Klima als ein Kilogramm konventionelles Gemüse, und Biobutter ist 10-mal klimaschädlicher als konventionelle Margarine. Das deutsche Landwirtschaftsministerium kam in einem Bericht von 2008 zu dem Schluss, dass eine pflanzliche Ernährung über 40 % der Treibhausgasemissionen einsparen könnte das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) forderte 2010 in einer Studie dazu auf, den Verzehr von Fleisch- und Milchprodukten zu verringern, da dadurch der landwirtschaftlich bedingte Ausstoß von Methan und Lachgas um mehr als 80 % reduziert und zukünftige Emissionen unter das Niveau von 1995 gesenkt werden könnten. Im selben Jahr stellte das Umweltprogramm der UN fest, dass die weltweite Umstellung auf eine vegane Ernährung ein entscheidender Schritt wäre, um die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels zu bekämpfen. Außerdem sind tierische Produkte sehr wasserintensiv und Ressourcen verzehrend.

Die Schöpfung weise „Symptome eines Bruchs“ auf, die Bibel sähe keinen tyrannischen Anthropozentrismus vor, der gleichgültig gegenüber anderen Kreaturen sei, so der Papst. Wir müssten Gottes Schöpfung respektieren, indem wir uns um die Erde kümmern. Dies geht am besten, indem wir Fleisch, Eier und Milchprodukte von unseren Tellern verbannen. Und wie lecker und gesund dies sein kann, erfahrt ihr z.B. durch den Veganstart.

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Über den Autor

Anja

seit 2004 vegan und seit 2007 bei PETA Deutschland, hat sie schon europaweit Kampagnen, Demos und Infostände betreut. Sie freut sich über jeden, der durch seine Entscheidungen die Welt für die Tiere besser macht und liebt P!NK – als Künstlerin und als starke Stimme für Tierrechte.

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