Ernährung

Gut für Veggies: Der Bundesrat beschäftigt sich mit der Kennzeichnung von Lebensmitteln

Update 22.1.2014

Die Bundesregierung bzw. das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (zur Erinnerung, der Verbraucherschutz wurde ja hier herausgelöst) hat die Entschließung des Bundesrates zurückgewiesen. Aktuell sieht sie „keine Veranlassung, für den Erlass von Durchführungsrechtsakten in Bezug auf freiwillige Informationen über die Eignung von Lebensmitteln für Vegetarierinnen und Vegetarier oder Veganerinnen und Veganer von einer besonderen Eilbedürftigkeit auszugehen. Dies gilt auch im Hinblick auf etwaige vorgezogene nationale Regelungen, die nach dem Erlass von EU-Durchführungsrechtsakten wieder aufzuheben wären.“ Verbraucher könnten sich ja die Zutatenliste durchlesen. Dass da aber nicht alles aufgeführt wird/werden muss – das wird übergangen. Außerdem verweist die Unterrichtung darauf, dass keinerlei gesundheitliche Aspekte mit einer Kennzeichnung vegetarisch-veganer Produkte zusammenhängen würden. Ach so? Naja, stimmt – Verbraucherschutz ist ja nicht mehr im Ministerium angesiedelt…

 

2013-09-Vegan-Spacebar-Wheaty-P1020846-c-PETA-DOk, im Moment dreht sich alles um das Thema Bundestag und wer mit wem nun zukünftig unser Land regieren wird. Da kann es durchaus vorkommen, dass eine Entschließung der anderen politischen Kammer etwas unter geht – obwohl es für uns Veggies da draußen sehr interessant und wichtig sein könnte – denn es geht um die Deklarierung von Lebensmitteln. Und so sagt der Bundesrat:

„Die derzeitigen Vorschriften über die Kennzeichnung von Lebensmitteln ermöglichen es den Verbraucherinnen und Verbrauchern nicht, sich über tierische Bestandteile bzw. Inhaltsstoffe in Lebensmitteln zu informieren. Gesundheitlichen, ethischen oder religiösen Aspekten kann beim Konsum von Lebensmitteln somit nicht nachgekommen werden. Zudem sind Begriffe wie vegetarisch oder vegan nicht gesetzlich bestimmt. […] Der Bundesrat will daher mittels der Entschließung die Dringlichkeit verdeutlichen und durch die Zuleitung des Definitionsvorschlages die Arbeit der Kommission zielgerichtet unterstützen.“

Gut, ok, beschlossen ist somit noch längst nichts – aber in Zeiten, in denen der Veggieday als Schreckgespenst im Wahlkampf herumgeisterte, ist es nicht selbstverständlich, dass der Bundesrat auf Initiative von Niedersachsen (ausgerechnet Niedersachsen) sich mit der Kennzeichnung von vegetarischen und veganen Lebensmitteln beschäftigt.

Wird bald das Einkaufen leichter, wenn man nicht mehr Zutatenlisten studieren muss, sondern sich auf ein verlässliches Label berufen kann?

Schön wäre es…

Über den Autor

Anja

seit 2004 vegan und seit 2007 bei PETA Deutschland, hat sie schon europaweit Kampagnen, Demos und Infostände betreut. Sie freut sich über jeden, der durch seine Entscheidungen die Welt für die Tiere besser macht und liebt P!NK – als Künstlerin und als starke Stimme für Tierrechte.

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