Ernährung

Gülletourismus: Das stinkt doch bis zum Himmel

Immer mal wieder hört man von Gülleunfällen – wenn etwa Naturschutzgebiete verunreinigt werden, Gülletransporter verunglücken, Biogasanlagen Leck laufen – oder auch von Gülletourismus, einem riesigen und wachsenden Geschäft…

Es ist ohne Frage eine Katastrophe für das betroffene Ökosystem – sei es das Wasser oder der Boden und die jeweils darin lebenden Tiere. Doch wer hat sich schon mal gefragt, warum das passiert? Und gefühlt auch immer häufiger? Also, woher kommen diese gewaltigen Sch****-Seen, die auf den Feldern verteilt werden sollen, aber oft mehr Schaden als Nutzen anrichten?

Grundproblem und Auslöser ist unsere Gier nach Fleisch und anderen tierischen Produkten. Sie führt dazu, dass wir Futtermittel aus Ländern importieren, deren Bevölkerung selber Hunger leiden muss. Wir greifen auf etwa 80 Millionen Hektar zurück, die außerhalb Deutschlands liegen, damit wir Tiere hierzulande zu Millionen eingepfercht in Ställen und Gehegen schnell Fett-und Fleischmassen anzüchten, töten und essen können. Wer isst, verdaut und scheidet aus – so hat es die Natur nun einmal vorgesehen. Allein die Schweine in Deutschland erzeugen doppelt so viele Abwässer wie die menschliche Bevölkerung, dabei gibt es weniger Schweine als Menschen: auf etwa jeden dritten Einwohner kommt ein Schwein.

Abgesehen davon, dass die landwirtschaftliche Tierhaltung massiv zu den Treibhausgasemissionen und damit dem Klimawandel beiträgt, haben wir ebenso wie für die Futtermittel keine Flächen für die Gülle. Die Ausscheidungen sind zu massenhaft, als dass es der Boden verarbeiten könnte. In einigen Gebieten Deutschlands oder den Niederlanden ist es sogar so extrem, dass Gülle nicht vor Ort ausgebracht, sondern über hunderte Kilometer transportiert wird.

Die Lösung ist so klar und einfach: Kein Konsum tierischer Produkte, weniger Tiere, weniger Gülle, weniger Umweltprobleme und nicht zuletzt weniger Tierleid.

Wie der Umstieg in ein veganes Leben funktionieren kann, zeigt PETAs Veganstart ganz toll.

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Über den Autor

Anja

seit 2004 vegan und seit 2007 bei PETA Deutschland, hat sie schon europaweit Kampagnen, Demos und Infostände betreut. Sie freut sich über jeden, der durch seine Entscheidungen die Welt für die Tiere besser macht und liebt P!NK – als Künstlerin und als starke Stimme für Tierrechte.

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