Ernährung

Nobelpreisträger: bio-vegan statt Gentechnik!

Ich war doch schon überrascht zu lesen, dass mehr als 100 Nobelpreisträger sich in einem offenen Brief für den Einsatz der Grünen Gentechnik – um die Welternährung zu sichern – ausgesprochen, und damit auch explitzit Greenpeace angegriffen haben. Was sie dazu bewogen hat, naja, darüber lässt sich spekulieren und wird auch in diesem Radiobeitrag angedeutet. Aber, dass Nobelpreisträger grundsätzlich nicht immer auf der richtigen Spur sind, oder Dinge nicht zu Ende denken, haben wir schon letztes Jahr bemerkt. Ingrid Newkirk hatte sich in einem offenen Brief an die Nobelpreisträger und Unterzeichner der Mainauer Deklaration zum Klimawandel gewendet und sie gebeten ihren Worten auch Taten folgen zu lassen… Sprich vegan zu leben, für das Klima.

Nun setzen sie wieder den falschen Schwerpunkt…

Denn nicht die Gentechnik kann die Zukunft der Welternährung sichern, sondern die bio-vegane Lebensweise!
Wie meine Kollegin Felicitas schon schrieb, könnten vier Milliarden Menschen zusätzlich ernährt werden, würden statt Futtermittel für Tiere direkt Lebensmittel für Menschen angebaut werden. Warum? Das liegt an den sogenannten Veredelungskosten… die Herstellung von tierischen Produkten verschlingt enorme Mengen Kalorien (oft in Form von Getreide oder Soja) sowie Land und  Wasser. Derzeit hungern fast 800 Millionen Menschen und jedes vierte Kind ist chronisch unterernährt. Weil Futtermittel für Tiere, statt Lebensmittel für Menschen angebaut werden. Und dazu die ganzen negativen Umweltfolgen, die durch – selbst Grüne – Gentechnik sicherlich nicht gestoppt werden können, wie Artensterben, Trinkwasserknappheit oder der oben schon erwähnte Klimawandel. Nicht ohne Grund besagt ein Bericht des UN-Umweltprogramms, dass ein globaler Wandel hin zu einer veganen Ernährung notwendig sei, um den schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels entgegenzutreten. Und schon 2008 hieß es in einem Papier des deutschen Landwirtschaftsministeriums, dass es eine hohe Zielkongruenz bei der pflanzlichen Lebensweise gibt: „eine gesunde Ernährung tut nicht nur den Menschen, sondern auch der Umwelt und dem Klima gut.“

Ich hätte mir schon gewünscht, dass die Nobelpreisträger sich aus ihrem wissenschaftlichen Elfenbeinturm begeben und diese wichtige Aspekte berücksichtigen, statt auf Greenpeace loszugehen und Werbung für die (Grüne) Gentechnik zu machen.

Die rein pflanzliche Ernährung kann die Welternährung sichern, dazu braucht es keine Gentechnik! Schaut wenigstens ihr über den Tellerrandund lebt vegan: Veganstart.de!

 

Schlagwörter:

Über den Autor

Anja

seit 2004 vegan und seit 2007 bei PETA Deutschland, hat sie schon europaweit Kampagnen, Demos und Infostände betreut. Sie freut sich über jeden, der durch seine Entscheidungen die Welt für die Tiere besser macht und liebt P!NK – als Künstlerin und als starke Stimme für Tierrechte.

Durch die Nutzung dieser Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen