Ernährung

Wieso das Grillen von Tieren keine gute Idee ist

Bratwurst beim grillen

Neue Studie liefert weitere Gründe für Pflanzen statt Tiere auf dem Rost

Warme Frühlingsabende und eine Reihe von Feiertagen bedeuten, es ist Zeit den Grill anzufeuern. Die Kühltheken in den Supermärkten  quellen deswegen über mit Grillfackeln, Bratwürstchen und marinierten Nackensteaks. Doch ist es eine gute Idee, Fleisch und Fleischprodukte zu grillen? Oder sollten lieber leckere Gemüsespieße, Tofuwürstchen und Maiskolben auf dem Rost laden?

Die Antwort ist klar. Pflanzliche Produkte haben was Ethik, Umweltschutz und Gesundheit betrifft, klar die Nase vorn. Lecker sind sie sowieso!

Vegan Grillen für die Tiere

In der industriellen Tierhaltung stehen Leistung und Wirtschaftlichkeit im Vordergrund. Je schneller die Tiere große Mengen „Fleisch ansetzen“, desto höher ist der Profit der Industrie. Krankheiten und schmerzhafte Veränderungen wie beispielweise des Skeletts sind unweigerliche Folgen dieser Zucht auf Leistung. Nach wenigen Wochen oder Monaten sind die Tiere „schlachtreif“ und werden – oft noch als Tierkinder und nicht selten bei vollem Bewusstsein – getötet. Auch ein „Biosiegel“ oder „Tierwohlsiegel“ nützt ihnen hier nichts.

Für veganes Grillgut werden hingegen keinem Tier bewusst Schmerzen zugefügt. Und auch der Genuss bleibt selbst für Würstchenliebhaber dank einer großen Auswahl an leckeren Fleischalternativen nicht auf der Strecke.

Vegan Grillen für die Umwelt

Wer Fleisch grillt, heizt dem Klima so richtig ein. Die Tierwirtschaft, und damit der Konsum tierischer Produkte, ist nämlich in hohem Maße für den Klimawandel verantwortlich. Je nach Studie werden ihr bis zu 51 Prozent der gesamten vom Menschen verursachten Treibhausgase zugeschrieben.

Landen dagegen Gemüsespieße, Tofuwürstchen oder Linsenbratlinge auf dem Rost, fällt die CO2-Bilanz um ein Vielfaches günstiger aus. Tierische Erzeugnisse haben schließlich i.d.R. über den gesamten Produktionsweg einen weit höheren CO2-Ausstoß als beispielsweise Gemüse.

Vegan Grillen für die Gesundheit

„Vorsicht bei Steak und Würsten! Grill-Lieblinge erhöhen Risiko für 9 Krankheiten“ titelte der Focus Online im Mai 2017. Grund für den Artikel: Eine neue Studie hatte gezeigt, dass der Konsum von Fleisch und Fleischprodukten mit einer Reihe von Krankheiten und einer erhöhten Sterblichkeit verbunden ist.

Die Forscher des National Cancer Institutes in Bethesda, USA, hatten in einer großangelegten Studie (über eine halben Millionen Studienteilnehmern) untersucht, ob der Verzehr von bestimmten Fleischsorten, Fleischprodukten bzw. Fleischinhaltsstoffen mit einem erhöhten Sterblichkeitsrisiko verbunden ist. Das Ergebnis war deutlich. Sowohl der Verzehr von verarbeitetem als auch von unverarbeitetem rotem Fleisch war mit einem erhöhten Risiko assoziiert. Neun verschiedene Krankheiten, wie Krebs, Herzerkrankungen, Alzheimer oder Nierenerkrankungen, konnten dabei als Todesursache genauer identifiziert werden. Die Forscher führen dies auf das in Fleisch enthaltene Hämeisen sowie Nitrat und Nitrit in verarbeiteten Fleischprodukten zurück. Diese waren unabhängig von anderen Faktoren mit einer erhöhten Sterblichkeitsrisiko verbunden.

Nicht die erste Studie dieser Art

Die Forscher vom National Cancer Institutes bestätigen mit ihrem Ergebnis frühere Studien. So stufte die Internationale Agentur für Krebsforschung (IACR), eine Behörde der Weltgesundheitsorganisation, verarbeitete Fleischprodukte 2015 als krebserregend ein. Bereits durch den Verzehr kleiner Mengen an verarbeiteten Fleischprodukten steigt das Krebsrisiko – pro 50 Gramm erhöht sich das Risiko bereits um 18 Prozent. Auch rotes Fleisch, also Rind, Schwein, Lamm und Schafsfleisch, wurden im selben Bericht als wahrscheinlich krebserregend eingestuft.

Für Gemüse und Fleischalternativen besteht dieses Risiko nicht, ganz im Gegenteil. Der reichliche Verzehr von Gemüse wird von allen Ernährungsgesellschaften empfohlen. Auch fertige Fleischalternativen stellen vor diesem Hintergrund eine durchaus gesündere Alternative dar. Denn auch wenn sie  für eine ausgewogene Ernährung nicht notwendig sind, so schneiden sie im direkten Vergleich mit dem tierischen Pendant im Bezug auf die Inhaltsstoffe teils besser ab.

Das Fazit: Grillen, aber richtig

Am Ende spricht also alles für rein pflanzliche Leckereien auf dem Grill. Die Möglichkeiten sind wirklich endlos. Wir haben euch hier sogar schon mal einige Ideen zusammengestellt, ganz dem Motto „Pflanzlich Grillen statt Tiere killen“.

Über den Autor

Felicitas

ist bei PETA Fachreferentin für Ernährung und findet, dass Essen nur ohne Tierleid ein Genuss ist.

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