Ernährung

Gladiatoren sind ja solche „Gerstenfresser“!

Ob es so oder so ähnlich auf den Tribünen während der Gladiatorenkämpfe getuschelt wurde? Manches deutet darauf hin.

Der Mythos „Fleisch macht Muskeln“ hält sich ja immer noch hartnäckig. Dabei müsste jedem klar sein, dass der Körper seine Muskeln NICHT direkt aus den Muskelfasern, die er isst, aufbaut. Unsere Nahrung wird verdaut, in die winzigsten Bestandteile zerlegt und dann für Energiegewinn oder für Restaurierungs- oder Aufbaumaßnahmen eingesetzt. (Ich persönlich stelle mir das auch immer noch so vor, wie es bei „Es war einmal das Leben“ gezeigt wurde. Kindersendungen prägen halt.)

Dass pflanzliche Proteine für den Muskelaufbau und stabile Knochen dabei die beste Entscheidung für Sportler sind, wussten auch schon die römischen Gladiatoren. Das bestätigen erneut Forschungsergebnisse von Wissenschaftlern der Universitäten Wien und Bern

Gladiatoren ernährten sich vorwiegend pflanzlich.

Mit Hilfe spektroskopischer Untersuchen von stabilen Isotopenverhältnisse in Knochen, die man bei Ausgrabungen in den Ruinen der antiken Metropole Ephesos gefunden hat, stellten die Forscher fest, dass sich Gladiatoren vorwiegend pflanzlich – vorzugsweise von Bohnen und Getreide – ernährten. Diese Ergebnisse der Studie stimmen auch mit historischen Quellen überein, nach denen Gladiatoren auch gerne mal als „hordearii“ („Gerstenfresser“) bezeichnet wurden. Spannend was so ein paar „alte“ Knochen für eine Geschichte erzählen können. Zumal es wirklich selten ist, menschliche Überreste von Gladiatoren zu finden.

Aschetrunk als Stärkeelixier?

Zusätzlich gab es für die Gladiatoren noch – statt eines calcium- und magnesiumreichen Mineralwassers, wie es heute manche nach dem Sport trinken – einen pflanzlichen Aschetrunk. Dieser wurde wohl, so vermuten es die Wissenschaftler, zur Kräftigung nach körperlicher Anstrengung und zur verbesserten Knochenheilung eingenommen.

Wer auf den Aschetrunk dann doch verzichten möchte, findet auf PETAs Homepage eine Reihe Tipps, welche veganen Lebensmittel man aufgrund ihres Vitamin-, Mineralstoff– oder Proteingehalts gezielt verzehren sollte. Was man aus denen dann so alles kochen kann, findet ihr bei unseren Rezepten. Wie wäre es mit Cashew-„Frischkäse“-Dip und Grünkohlchips?

Über den Autor

Felicitas

ist bei PETA Fachreferentin für Ernährung und findet, dass Essen nur ohne Tierleid ein Genuss ist.

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