Ernährung

Gewalt im Stall: Trauriger Alltag für Tiere

Gewalt gegen Tiere in der Agrarindustrie

Die taz online berichtete vergangene Woche über Gewalt im Stall gegen Tiere in der Agrarindustrie. Nach einer Studie von Wissenschaftlern der Universität Kopenhagen wurden in Dänemark über drei Jahre hinweg Verletzungen von Schweinen aufgenommen, die im Schlachthaus ihr Leben lassen mussten. Bei rund 7.400 Schweinen wurden massive Verletzungen, die direkt von Menschen verursacht wurden, festgestellt. Manche Tiere hatten bis zu 50 Verletzungen, meist Prellungen. Natürlich passiert dies nicht nur in Dänemark, sondern spiegelt den grauenhaften Alltag wieder, dem Tiere ausgesetzt sind, die für die riesige Agrarindustrie nur ein Wirtschaftsgut darstellen. Das Tier ist den Launen der Landwirte schutzlos ausgeliefert und häufig führt das Quälen und Töten der Tiere zu gesteigerter Aggressivität.

Mein Besuch im Schlachthof

Im Zuge meines Agrarwissenschaftsstudiums war ich selbst in einem Schlachthof, in dem Schweine und Rinder getötet werden. Diese Eindrücke verfolgen mich heute noch sehr stark. Die toten Schweinehälften, die zu Hunderten von der Decke hingen, wiesen ebenfalls massive Verletzungen auf. Teilweise sind diese Verletzungen von Artgenossen, die ständig Rangkämpfe ausführen, weil es keine konstanten Gruppen gibt oder von Tieren die sich aus Langweile und Frust gegenseitig verstümmeln. Teilweise handelte es sich aber um große Prellungen oder ähnliches, die sich Schweine gegenseitig nur schwer zufügen können. Auf meine Frage nach den vielen Verletzungen bekam ich vom Leiter des Schlachthofes nur eine schnippische Antwort, die nichts mit meiner Frage zu tun hatte – wen verwundert das nur…

Wir können uns gegen Tierleid entscheiden

Gewalt im Tierstall sind nur ein Bruchteil des Leids und wir haben das Glück im Supermarkt entscheiden zu können, ob wir ein Produkt kaufen, das mit solchem Tierleid verbunden ist oder ob wir die rein pflanzliche Alternative wählen. Aus diesem Glück wird eine Pflicht: Wir haben die Verantwortung für die Tiere und sollten diese wahrnehmen. Lebe vegan – für die Tiere, die Umwelt und für dich!

Wem dieser Artikel noch nicht genug Einblick in das Innere eines Schlachthaus gegeben hat, empfehlen wir die Lektüre des Buches „Tiere essen“ von Jonathan Safron Foer. Dort finden sich ausführliche Beschreibungen aus dem Alltag eines Schlachthofmitarbeiters.

Über den Autor

Lisa

ist Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie. Sie hat Agrarwissenschaften studiert und will sich nun für alle Tiere stark machen, egal ob sie muhen, grunzen, gackern, bellen oder miauen.

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