Ernährung

Tierprodukte von glücklichen Tieren?

Dies ist ein Gastblog von unserem langjährigen Unterstützer und Aktivisten Marco.

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© Marco S

Du findest Megaställe und Tierquälerei furchtbar schlimm und kaufst deshalb Fleisch, Milch und Eier nur auf dem Nachbarhof, bei dem du dir sicher bist, dass die Tierhalter*innen mit den dort gehaltenen Tieren gut umgehen? Während die meisten Menschen dies nur als Ausrede benutzen, gibst du dir wirklich Mühe beim Einkauf und achtest auf eine artgerechte und respektvolle Tierhaltung? Doch gibt es so etwas überhaupt?

Ich bin auf einem kleinen Hof aufgewachsen, auf dem unter Anderem eine Ochsenmast betrieben wurde. Wir kauften die männlichen Kälber bei einer Auktion im Nachbarort ein. Unter tierärztlicher Betreuung wurden sie kastriert. Anschließend durften die Ochsen die meiste Zeit im freien auf einer großen Wiese mit Bäumen und einer Hütte zum unterstehen verbringen. Lediglich im tiefsten Winter verbrachten sie ihre Zeit im Stall, der mit Stroh ausgelegt war. Mit ungefähr zwei Jahren war die Mast beendet und die Tiere kamen zum Schlachthof im Nachbarort. Folglich war der Transportweg nur wenige Kilometer lang.

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© Marco S

Auf den ersten Blick sieht das für dich vielleicht nach einer anständigen Tierhaltung aus. Doch schauen wir mal genauer hin:

Wo waren die Mütter der Kälber? Die standen in einem Milchviehbetrieb und mussten Milch abliefern, die eigentlich für genau diese Kälber bestimmt war. Doch da der Mensch diese Muttermilch will, werden die Kälber kurz nach der Geburt von ihrer Mutter getrennt. Dies ist eine enorme emotionale Belastung, sowohl für die Mutterkühe, als auch für die Kälber. Je nach Alter wurden den Kälbern dann bei uns teilweise noch Milchersatzpulver zugeführt. Teilweise haben sie auch bei den anderen vergeblich nach einem Euter gesucht.

Und auch auf unserem Hof wurden die Tiere lange vor ihrer natürlichen Lebenserwartung gegen ihren Willen getötet. Am Tag vor der Schlachtung wurden sie eingefangen und festgebunden. In ihren Augen hat mensch die pure Angst gesehen. Einmal lief die Abholung vom Schlachter besonders schief: Der Ochse hat sich wie jeder andere gewehrt, als er gewaltvoll in den Anhänger gezogen wurde. Dabei hat er sich beide Hörner abgerissen. Voller Schmerzen und Angst konnte der Ochse nicht mehr unter Kontrolle gebracht werden und er musste noch im Stall erschossen werden.

Völlig egal, ob die Rinder die meiste Zeit ihres Lebens auf der Wiese oder in Anbindehaltung verbringen. Sterben wollen sie nicht und im Schlachthof werden sie gewaltsam getötet. Aus ethischer Sicht gibt es keine rationalen Argumente, die dafür sprechen nichtmenschliche Tiere für unsere Gewohnheiten auszubeuten. Vegan zu leben ist heute einfacher, als je zuvor. Probier es doch einfach mal aus.

 

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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