Ernährung

Freiheit oder Tod für Jungbullen Boris?

Tapferes Tierkind verdient Gras und Sonne statt Mast und Tod

In der Nacht auf Mittwoch kippte ein Tiertransporter mit 26 Kälbern auf der A1 Richtung Hamburg auf Höhe des Autobahnkreuzes Bargteheide wegen überhöhter Geschwindigkeit auf die Seite. Eines der offensichtlich traumatisierten Kuhkinder konnte sich aus dem Lastwagen befreien und rannte über die Fahrbahn. Den Einsatzkräften von Autobahnpolizei und Feuerwehr gelang es erst beim zweiten Versuch, den von den Beamten „Boris“ getauften Jungbullen einzufangen. Wir fordern den Tierhalter nun auf, für das Kalb einen Lebenshof zu finden – wenn es dafür nicht schon zu spät ist! Denn bislang ist unklar, ob Boris und seine 25 Leidensgenossen direkt geschlachtet oder erst zu einem Mäster gebracht werden sollten.

Jungbulle Boris steht stellvertretend für alle Tierkinder in der Fleischindustrie, die verzweifelt um ihr Leben kämpfen

Ihr in der Regel kurzes Leben verbringen die meisten Rinder in Ställen auf Spaltenböden ohne jemals auf eine grüne Wiese zu dürfen. In der Milchindustrie werden den Tieren ihre neugeborenen Kälber weggenommen. Im Gegensatz dazu, verbringen Kühe und ihre Kälber in der Mast eine gewisse Zeit zusammen. Ihre Trennung nach etwa fünf bis sieben Monaten ist dafür umso schmerzlicher. Die natürliche Lebenserwartung eines Rindes kann um die 20 Jahre betragen. In der Fleischindustrie werden die Tiere schon nach weniger als 24 Monaten ins Schlachthaus transportiert. Für Kalbfleisch werden die Kuhkinder meist schon nach wenigen Wochen oder Monaten getötet!

Im Schlachthaus kann laut Bundesregierung die Fehlbetäubungsrate bei Rindern mehr als 10 % betragen – das sind mindestens 320.000 Rinder, denen jedes Jahr in Deutschland bei Bewusstsein die Kehle durchgeschnitten wird, während sie kopfüber an einem Bein am Schlachterhaken hängen.

Meldet euch noch heute bei unserem kostenlosen und unverbindlichen Veganstart-Programm an, wenn auch ihr der Meinung seid, dass Boris und Co. leben sollen!

Über den Autor

Lisa

ist Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie. Sie hat Agrarwissenschaften studiert und will sich nun für alle Tiere stark machen, egal ob sie muhen, grunzen, gackern, bellen oder miauen.

Durch die Nutzung dieser Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen