Ernährung Schlagzeilen

Forscher der Universität Hohenheim wollen hoch hinaus

Copyright Jean Gill Isockphoto.com
Copyright Jean Gill Isockphoto.com

Wann geht uns auf der Erde der Platz aus? Zwischenzeitlich leben mehr als 7 Milliarden Menschen auf der Erde und es werden immer mehr. Nicht nur wir Menschen in den Industrienationen konsumieren in Massen, insbesondere tierische Produkte, sondern auch Länder, die gerade dabei sind sich wirtschaftlich zu entwickeln und auf ein höheres Niveau begeben. Sie werden sich künftig an unsere bisherigen Konsumgewohnheiten anpassen. Gerade in asiatischen Ländern steigt die Nachfrage nach Fleisch und Milchprodukten an. Das McKinsey Global Institute rechnet damit, dass aufgrund des Bevölkerungswachstums und der steigenden Nachfrage der pro Kopf Fleischkonsum in China von 76 kg im Jahr 1995 auf das Doppelte im Jahr 2025 ansteigen wird. Mehr Tiere werden gehalten und gefüttert werden müssen, mehr Futterpflanzen werden angebaut und so überlegen sich heute schon Forscher wie sie die Welternährung in einigen Jahren sicherstellen können.

Die Agrarökologen Prof. Dr. Sauerborn und Prof. Dr. Folkard Asch von der Universität Hohenheim beschäftigen sich derzeit mit einem Projekt das sich „Skyfarming“ nennt und den zukünftigen Reisanbau auf möglichst geringer Fläche sehr effizient machen soll. Es handelt sich dabei um die Planung von Hochhäusern mit mehreren Etagen in denen Reis angebaut werden kann, die mit einer optimalen Nebelsprühanlage und Lichtstärke ausgestattet sein sollen. Ein Schiff mit einem Gebäudemodell im Maßstab 1:333 soll vom 1. Juni bis 15. Oktober 2012 durch 30 Städte touren und das Projekt vorstellen. Sponsoren für eine Umsetzung scheinen noch zu fehlen.

Die Idee ist nicht ganz neu. Bereits im Jahr 2000 hatten Forscher in den Niederlanden von einem Hochhaus für Gemüse, Champignons, Schweine, Hühner und Fische gesprochen. Das Projekt wurde nicht umgesetzt, weil der damalige Landwirtschaftsminister in den Niederlanden meinte, die Menschen seien noch nicht so weit.

Jetzt wird es bald so weit sein müssen, wenn die Menschen nicht ihre Konsumgewohnheiten überdenken. Eine vegane Ernährungsweise verbraucht viel weniger Ressourcen und Fläche. Für die Produktion von 1 Kilo Rindfleisch braucht man mindestens 9 Kilo Getreide und 15.000 Liter Wasser.

Wir sollten also mit gutem Beispiel vorangehen und auch Schwellen und Entwicklungsländern zeigen, dass der Konsum tierischer Lebensmittel einen negativen Einfluss auf die Tiere und die Versorgungslage der Weltbevölkerung hat. Je mehr Menschen sich vegan ernähren, je geregelter die weltpolitische Lage ist, desto mehr Platz und Nahrung ist für alle da.

 

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

Durch die Nutzung dieser Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen