Ernährung

Fleisch vernichtet den „Schwarzwald“

Ein Mann mit einer Kettensäge der einen Baum im Regenwald sägt in der größe von Schwarzwald
© iStock.com / MsLightBox

Falls du nur die Überschrift gelesen hast, kannst du dich jetzt wieder beruhigen. Nicht der Schwarzwald wurde vernichtet. Dennoch wurde in der brasilianischen Region Cerrado in den Jahren 2011 bis 2015 Regenwaldfläche in der Größe des Schwarzwalds abgeholzt. Hauptverantwortlich dafür ist der Soja-Anbau in der Region.

Weg des Soja aus Brasilien

Deutschland ist nicht nur Export-Weltmeister. Auch bei den Soja-Importen ist Deutschland top. 3,7  Millionen Tonnen Sojabohnen und 2,9 Millionen Tonnen Sojamehl wurden im Jahr 2015 importiert. Diese Soja-Produkte werden als Futtermittel genutzt. Der Fleischkonsum in Deutschland ist in den letzten Jahren gesunken. Trotzdem bleibt Deutschland einer der größte Fleischproduzent der EU. Herausgefunden hat dies die Umweltorganisation Mighty Earth, die Deutschland und die deutschen Konsumenten mit in die Verantwortung nimmt etwas gegen die Abholzung des Regenwalds zu tun.

Ressourcenverschwendung

Allerdings ist nicht nur der Fleischkonsum verantwortlich für die Abholzung des Regenwalds. Über 90 Prozent des weltweit angebauten Soja und über 50 Prozent aller Ernten werden als Futtermittel genutzt. Weiterhin werden bis zu 16 Kilogramm Futtermittel gebraucht um ein Kilogramm Fleisch herzustellen. Auch für Milch und Eier ist die Umrechnung nicht gut für die Umwelt. Im Allgemeinen gehen bis zu 90 Prozent der eingesetzten Kalorien verloren. Zugleich ist der Wasserverbrauch von tierischen Produkten wesentlich höher. So wird für die Herstellung eines 150 Gramm Rindfleisch-Burgers durchschnittlich 2350 Liter Wasser gebraucht, während für einen Soja Burger im Durchschnitt nur 158 Liter Wasser benötigt werden. Dies kommt auch durch den Mehrverbrauch an Soja für Futtermittel zustande.

Fleisch vom Metzger nebenan

Deutsche Unternehmen behaupten oft vor Ort produzieren. Das bedeutet häufig lediglich den Tod der Tiere vor Ort. Die Futtermittel stammen weiterhin aus Brasilien und sorgen dort für massive Umweltschäden. Dementsprechend ist der Konsum von Fleisch direkt mit der Vernichtung des Regenwalds verknüpft.

Was kannst du tun?

Es kann keinen Fleisch essenden Umweltschützer geben. Wenn auch du etwas für die Tiere, die Umwelt und das Klima tun möchtest, dann lebe vegan. Melde dich noch heute beim Veganstart an und bekomme nützliche Tipps für einen Einstieg in eine vegane Lebensweise.

Über den Autor

René

René hat Geographie in Bremen und Hamburg studiert. Er mag Hummus und Humus, aber nur eins davon essen.

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