Ernährung

Fischgefühle: Berührung und Kontakt mindern Stress

Sozialer Kontakt baut Stress ab

Eine neue Studie  mit Zebrafischen zeigt, dass die Anwesenheit von Artgenossen Stress mindert. Wissenschaftler fanden heraus, dass Zebrafische bei Gefahr (ihre eigene „Alarmsubstanz“ wurde ins Wasser gegeben) weniger Angst zeigen wenn Artgenossen in der Nähe sind als isolierte Zebrafische. Die Forscher schließen daraus, dass der Kontakt zu Artgenossen wie eine „soziale Abpufferung“ wirkt, der Angstgefühle und Stress lindert. Die Gehirnaktivität zeigte hierbei ein ähnliches Muster wie bei Säugetieren,  wenn „social buffering“ involviert ist. Die Wissenschaftler vermuten nun, dass es einen gemeinsamen evolutiven Ursprung für social buffering in Wirbeltieren gibt.
Leider planen die Forscher nun, Zebrafische künftig als Modell zu nehmen, um die Auswirkung von sozialen Kontakten auf die menschliche Gesundheit nutzen zu können.

Berührung baut Stress ab

Eine Studie mit Doktorfischen der Art Ctenochaetus striatus hat gezeigt, dass der erhöhte Cortisolspiegel von gestressten Fischen sank, wenn sie danach zu schaukelnden Putzerfisch-Attrappen gesetzt wurden. Bei den Fischen in der Kontrollgruppe, die zu immobilen Putzerfisch-Attrappen gesetzt wurden, lag der Cortisolspiegel hingegen deutlich höher. Die Wissenschaftler schließen daraus, dass der physische Kontakt sich positiv auf die Gesundheit der Fische auswirkt. Im Ozean knabbern Putzerfische der Art Labroides dimidiatus Ektoparasiten von den Doktorfischen und berühren sie zuvor mit ihren Brust- und Bauchflossen – ein Verhalten das als „taktile Stimulation“ bekannt ist und sich – wie der Versuch zeigt – beruhigend auf die Doktorfische auswirkt. Auch bei uns Menschen sind die positiven gesundheitlichen Auswirkungen von Berührung bekannt, zum Beispiel in der Massage-Therapie.

Fische fühlen – wir brauchen keine Tierversuche, nur Beobachtungsvermögen

Wir von PETA kritisieren Tierversuche, denn wir sind der Meinung, dass alleine die Beobachtung des Verhaltens von Tieren im Freiland zeigt, dass auch sie Gefühle haben. Da es diese Studien jetzt aber nun einmal gibt, sprechen wir darüber, um auch Menschen, die Fische als Lebensmittel oder Jagdobjekt betrachten, zu zeigen, dass diese ähnlich fühlen und reagieren wie wir Menschen.

Auch Dr. Penny Hawkins, Chefin der Tierforschungsabteilung der Royal Society for the Prevention of Cruelty to Animals (RSPCA), kritisierte die neue Studie an Zebrafischen und sagte, es wäre ein „etwas tragischer Konflikt“, dass Menschen nur dann über Fische nachdenken, wenn Ergebnisse von einer Tierversuchsstudie kommen. “Der Preis, den diese Individuen bezahlen, damit wir diese Ergebnisse herausfinden, ist ziemlich hoch“, so Dr Hawkins.

Bitte streiche Fische noch heute vom Teller. Es gibt zahlreiche vegane Gerichte, die nach Meer schmecken und für die Tier sterben muss. Vielen Dank!

 

Über den Autor

Tanja

Tanja hat in Deutschland und Frankreich Zoologie und Meeresbiologie studiert und sich in ihrem Studium und in ihrer Freizeit viel mit Fischen beschäftigt. Getreu dem Motto: Fische sind Freunde, kein Essen - setzt sie sich seit Jahren dafür ein, dass Fische in Ruhe gelassen werden und nicht mehr auf unseren Tellern landen.

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