Ernährung Studien

Fische sind richtige Quasselstrippen

Roter Piranha. Schreit in der Not. Quelle Joshyja

Stumm wie ein Fisch? Von wegen!  In Gegenwart eines Fisches ist es schwierig zu Wort zu kommen: Wie die Zeitschrift „Science & Vie“ berichtet, konnte Eric Parmentier, Wissenschaftler an der Universität von Lüttich in Belgien, bei jedem vierten Salzwasserfisch nachweisen, dass er nicht nur lautstark kommunizieren kann, sondern gar Dialekt spricht.

Hört sich das bei einem bayerischen Fisch dann an wie “ jo mei blubb„?

Nein, ganz anders: Seit 2004 wissen wir dass Heringe kommunizieren indem sie „pupsen“. Auch wenn diese Erkenntnis oftmals belächelt wird,

Roter Piranha. Schreit in der Not. Quelle Joshyja

brachte sie den zwei schwedischen Wissenschaftlern hierfür den Nobelpreis ein. Von Aalen wird berichtet, dass sie durch Rülpsen kommunizieren.

Aber es gibt auch feinere Techniken: aufrgund ihrer fehlenden Stimmbänder erzeugen die meisten  Fische Töne mit ihrer Schwimmblase, andere reiben Knochen aneinander oder spielen wie der viel gegessene Tilapia mit seinen Rippen Akkordeon. Andere Arten stoßen Laute aus, indem sie ihre Schlundzähne aneinander reiben, oder sie knacken mit Brust- oder Rückenflossen. Bei Aalen und Heringen ist es übrigens auch so, dass die Schwimmblase mit dem vorderen oder hinteren Verdauungstrakt verbunden ist und hierdurch Luft entweder durch den Mund (Aal) oder den Anus (Hering) ausgestoßen wird.

Besonders wenn es darum geht, ihr Territorium zu verteidigen, einen Partner zu finden, Artgenossen vor Feinden zu warnen oder sich in einem Schwarm zu positionieren, werden Fische gesprächig. Aber der Piranha schreit auch aus Not, nämlich durch lautstarkes und für menschliche Ohren hörbares Zähneklappern, wenn man ihn außerhalb des Wassers in den Händen hält.

Im Gehirn von „Froschfischen“ fanden Wissenschaftler zwei Arten von Neuronen, die die Dauer und die Frequenz der ausgestoßenen Laute steuern. Möglicherweise gibt es einen gemeinsamen Vorfahren einiger Fische, Vögel und Säugetiere, bei dem ein primitives, neuronales Sprachzentrum ausgebildet war. Anders ausgedrückt : Fische könnten uns helfen herauszufinden, wie sich bei den Wirbeltieren, darunter auch bei uns Menschen, die Sprache entwickelt hat.

Eines ist sicher: Fische müssen lernen lauter zu schreien, denn dann wären viele Menschen sensibler für das Leid von 1,5 Billionen Tieren, die jedes Jahr getötet werden. Fischen-tut-weh!

 

 

 

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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