Ernährung

Warum Feminismus und Milchtrinken nicht zusammenpassen!

Heute (8. März 2017) ist der Internationaler Frauentag, auch Weltfrauentag oder Frauenkampftag genannt. Ein wichtiges Datum in Bezug auf das weltweite Wahlrecht für Frauen, die Gleichberechtigung sowie Emanzipation und zum Schutz der Frauenrechte insgesamt. Ein wichtiger Tag also für den Feminismus.

Frauenrechte auch für Kühe!

Rechte für Kühe mag für den einen oder anderen zunächst skurril klingen. Die Kuh kann bei der nächsten Wahl ja schlecht einen Stimmzettel ausfüllen. Jedoch sollten wir das Thema Frauenrechte nicht nur auf den Menschen beziehen. Denn in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung werden mehr weibliche Tiere (aus-)genutzt und letztendlich auch getötet.

Warum sind Feministen und Feministinnen besonders in der Pflicht?

Weil sie für die Rechte der Frauen kämpfen – und die dürfen nicht bei den Tieren halt machen. Man sollte sich folgende Prozeduren einmal beim Menschen vorstellen:

Für Milch werden Kühe etwa einmal im Jahr künstlich besamt – Landwirt oder Tierarzt stecken dazu ihren gesamten Arm in das Rektum der Tiere sowie eine Kanüle mit Sperma in die Scheide des Tieres. Die Kuh wird dazu meist angebunden oder in einer Gitterbox fixiert, denn freiwillig würden das wahrscheinlich die wenigsten Tiere zulassen.

Nach der Geburt wird den Kühen ihr Kalb meist sofort weggenommen und vorwiegend einzeln in eine Kälberbox verfrachtet. Ist das Kalb männlich, dann wird es wenige Wochen oder Monate gemästet und dann im Schlachthaus getötet – nicht selten werden männliche Kälber vernachlässigt, da ihre Aufzucht wegen eines geringen Fleischansatzes in den meisten Fällen unrentabel ist.

Kühe wurden in den letzten Jahrzehnten hauptsächlich auf eine hohe Milchleistung gezüchtet. Das führt in Kombination mit der meist nicht artgerechten Haltung vorwiegend in Ställen dazu, dass die Tiere nach im Schnitt nicht einmal fünf Jahren so krank sind oder zu wenig Milch geben, dass auch sie unrentabel werden und im Schlachthof zu Wurst oder Burgerpatties verarbeitet werden.

Ist eine Kuh schwanger und wird krank, dann wird sie nicht selten trotzdem zum Schlachter transportiert. Was dies für die Mutter und das ungeborene Kalb bedeutet, könnt ihr hier erfahren.

Das sagt Ingrid Newkirk zu Feminismus und Tierrechten:

 

Wir sagen DANKE an alle Feministen und Feministinnen, die sich für die Rechte der Frauen stark machen – und wir bitten euch: Gebt auch den Tieren diese Rechte!

Was ihr anstatt Kuhmilch trinken könnt, erfahrt ihr hier: Veganstart.de

 

Über den Autor

Lisa

ist Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie. Sie hat Agrarwissenschaften studiert und will sich nun für alle Tiere stark machen, egal ob sie muhen, grunzen, gackern, bellen oder miauen.

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