Ernährung

Fastenzeit – Ja, aber ohne Fische

Plus 10 Tipps für eine vegane Fastenzeit

Aus irgendeinem Grund verbinden viele Menschen die Fastenzeit mit dem Töten von Fischen. Während die einen aufs Rauchen oder auf Süßigkeiten verzichten und wiederum andere sich gegen den Verzehr von Fleisch entscheiden, tauchen zur Fastenzeit vermehrt „Gerichte mit Fisch“ auf.

Experten sind sich einig, Fische sind sensible und interessante Tiere, die Schmerzen empfinden und komplexe soziale Strukturen aufbauen. Biologen haben rausgefunden, dass Fische Beziehungen entwickeln und trauern, wenn ihr Gefährte stirbt. Manche Fische können Werkzeuge benutzen, während andere Informationen einholen, indem sie lauschen.

Es ist nicht nur grausam Fische zu töten, Fischfang und Fischzucht sind zudem ökologische Katastrophen.

Vielleicht sollten wir uns in der Fastenzeit eher auf etwas anderes konzentrieren. Achtsamkeit gegenüber anderen und auch uns selbst gegenüber. Wie wäre es mit einer guten Tat jeden Tag, einem Kompliment für die Kollegin (oder uns selber), mehr Bewegung oder ein Speiseplan, für den niemand leiden muss.

Wieso nicht diese Fastenzeit den Schritt zur veganen Ernährung wagen? Geht auf Entdeckungstour, sowohl im Super- oder Biomarkt als auch im Buchhandel. Rein-pflanzlich ist heute so einfach wie noch nie. Hilfe bekommt ihr beim Veganstart-Programm, ganz unverbindlich und kostenlos.

10 Tipps für den leichten Einstieg

1. Ziel nicht aus den Augen verlieren: Jedem können am Anfang Ausrutscher oder Fehlkäufe passieren. Erinnert euch an das, was wichtig ist, und weiter geht’s.

2. Gemüse rösten: Olivenöl, Salz, Pfeffer und ab damit in die Pfanne oder Ofen. Die Röstaromen machen jedes Gemüse wirklich super lecker.

3. Belohnen: Die Sonntage sind offiziell keine Fastentage. Also wie wär´s mit ein paar veganen Schuhen aus dem Onlineshop oder einer Wellness-Behandlung mit tierleidfreier Kosmetik.

4. „Käse“ und zwar ohne Tierleid, dafür super lecker. Probiert euch durch oder macht ihn selber. Überbackener Auflauf, Pizza, Nachos: Alles ist möglich.

5. Ruhe bewahren und es einfach halten: Zu viele Infos, zu viele Rezepte. Keine Panik. Ein Stück Schokolade und es mit etwas ganz einfachem versuchen: Nudeln mit Pesto.

6. Ausprobieren: Der eine mag Alternativprodukte, der andere nicht. Dem einen helfen sie beim Einstieg, dem anderen nicht. Ihr guckt, was am besten zu euch passt.

7. Avocados: Ja, sie sind nicht ganz fettfrei, aber dafür so vielseitig. Süß, salzig, aufs Brot (plus etwas Kala Namak), in Wraps, hatte ich süß erwähnt…

8. Verdrängen statt weglassen: Beim Einkaufen nicht an die Sachen denken, die ihr nicht mehr kaufen wollt, sondern an das, was ihr gleich kaufen werdet: Mandelmilch, Quinoa, Tomaten, Schokolade, Grünkohl, Chiasamen, Brot, Sojajoghurt, Beeren, Cashewkerne,…(da ist dann ja gar kein Platz mehr im Einkaufswagen)

9. Inspirieren lassen: Blogs, Rezepte, Koch- und Backbücher, Bekannte. Schauen, lesen, fragen. Ihr werdet sehen am Ende habt ihr Ideen und Tipps für Jahre

10. Ein Tag nach dem anderen: Am Ende der Fastenzeit werdet ihr euch nichts anderes mehr vorstellen können.

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Über den Autor

Felicitas

ist bei PETA Fachreferentin für Ernährung und findet, dass Essen nur ohne Tierleid ein Genuss ist.

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