Ernährung

Essen und Krebs – Online-Studie sucht nach Antworten

Kann die Überlebenschance von Krebspatienten verbessert werden, wenn tierisches Eiweiß in der Ernährung vermieden wird? Eine Wiener Ärztin startet nach Selbstversuch nun eine Online-Studie und lädt Krebserkrankte zur Teilnahme ein.

essenundkrebslogoEssen und Krebs

Viele Studien haben sich schon mit dem Zusammenhang zwischen Ernährung und der Entstehung von Krebserkrankungen beschäftigt. Krebs wird als multifaktorielle Erkrankung von Umweltfaktoren und dem individuellen Lebensstil entscheidend beeinflusst. Nach Auswertung zahlreicher Studienergebnisse hat der World Cancer Research Fund u.a. den geringen Verzehr von Obst und Gemüse, eine ballaststoffarme Kost und den häufigen Verzehr von rotem und verarbeitetem Fleisch als Risikofaktoren bezeichnet.

Da eine ausgewogene vegane Ernährung all diese Faktoren ausschließt ist es nicht verwunderlich, dass aus Studien hervorgeht, dass Menschen, die sich pflanzenbasiert und ohne Fleisch ernähren, ein geringeres Erkrankungsrisiko für manche Krebsarten haben als die Allgemeinbevölkerung.

Doch welcher Faktor scheint hierbei besonders ausschlaggebend und inwieweit kann Ernährung die Krebstherapie begleiten und unterstützen und hat somit Einfluss auf die Überlebenschancen der Patienten.

Die Studie

Die Allgemein- und Ernährungsmedizinern Dr. Rosa Aspalter erkrankte selbst an Krebs. Bei Recherchen fand sie Hinweise, dass eine rein pflanzliche Ernährung die Entstehung und das Wachstum von Krebszellen hemmt. Die erste „reale und risikolose Chance“, denn tierisches Protein kann man ohne Probleme weglassen. Daraufhin stellte sie ihre Ernährung auf vegan um, parallel zur strikten Chemotherapie. Diese „Doppelstrategie“ hatte Erfolg. Allerdings fehlen ihr ausreichende wissenschaftliche Daten. Um diese zu gewinnen, wurde das Projekt und der Verein „Essen und Krebs“ ins Leben gerufen.

Ziel ist es gesundheitsfördernde Ernährungsweisen bei Krebserkrankungen zu erforschen und zu fördern. Dafür werden nun Teilnehmer gesucht. Die Teilnahmebedingungen sind auf der Seite erläutert, ebenso wie der wirklich sehr geringe Aufwand, der für die Teilnehmer entstehen wird.

Doch es werden auch Tipps für eine ausgewogene Ernährung gegeben und Gastronomen, Kantinen- oder Großküchenbetreiber zur Unterstützung des Projekts dazu aufgerufen zumindest ein veganes Gericht anzubieten. Mit dem Hinweis die beinahe unerschöpfliche Geschmacksvielfalt und den Reichtum an Farben in der Pflanzenwelt zu nutzen.

„Ich denke, dass die vegane Ernährung einen eindeutigen Überlebensvorteil und verbesserte Heilungsraten bringt“, so Dr. Aspalter. „Es ist die Kombination aus Ernährungsansatz und Schulmedizin, die offensichtlich bisher nicht genutzte Chancen eröffnet!“

Wollt ihr auch von den Vorteilen einer veganen Ernährung für euch, die Tiere und die Umwelt profitieren und braucht noch Tipps – auf zum Veganstart.

Schlagwörter:

Über den Autor

Felicitas

ist bei PETA Fachreferentin für Ernährung und findet, dass Essen nur ohne Tierleid ein Genuss ist.

Durch die Nutzung dieser Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen