Ernährung

Erkenne den Zusammenhang: Ernährung und Klimawandel

Es soll ja noch Menschen geben, die den Klimawandel für einen Mythos halten oder die Hoffnung aufgegeben haben, selber etwas tun zu können. Dabei weisen zahlreiche Berichte immer wieder den Zusammenhang zwischen unserem Lebensmittelkonsum und dem Klimawandel hin.

Nun zeigt eine neue Studie aus dem Nature Climate Change Magazin klar den Zusammenhang zwischen der Lebensmittelauswahl und den Folgen für unser Klima auf. Forscher der Universitäten von Cambridge und Aberdeen entwickelten für ihre Studie ein Modell, das verschiedene Szenarien für das Jahr 2050 vergleichen kann.

Ein Ergebnis ihrer Untersuchungen ist, dass – bei gleichbleibendem Trend hin zu mehr Fleisch und Milchprodukten – die Lebensmittelproduktion ALLEIN die Zielvorgaben für die weltweite Treibhausgasemission für 2050 erreichen, wenn nicht sogar übersteigen wird. Genauer gesagt werden Abholzung, Düngemittelverbrauch und die Methanemission durch den Tierbestand die gesamten Treibhausgase aus der Nahrungsmittelproduktion höchstwahrscheinlich um 80 Prozent erhöhen.

Mit „Business as usual“ erwarten die Forscher bis zum Jahr 2050:

– Erweiterung der landwirtschaftlich genutzten Fläche um 42 Prozent

– Anstieg des Düngemittelverbrauch um 45 Prozent

– Verschwinden des unberührten Regenwaldes um weitere 10 Prozent

– und einen damit verbundenen großen Verlust an Biodiversität und weitere CO2-Emission

Grund dafür ist, dass „wir die Grundgesetze der Biophysik nicht umgehen können“, so Bojana Bajzelj, Hauptautor der Studie. „Die durchschnittliche Effektivität mit der Pflanzenfutter in Fleisch umgewandelt wird, liegt bei weniger als 3 Prozent. […] Landwirtschaftliche Praktiken sind nicht zwangsläufig schuld [am Anstieg der Treibhausgase] – aber unsere Lebensmittelauswahl ist es.

Die Autoren finden auch klare Worte, wenn es um die Schlüsselziele geht, die diesen furchtbaren Trend aufhalten sollen:

– Halbierung der Lebensmittelabfälle

– Einschränkung des Konsum an umweltschädlichen und besonders emissionsstarken Lebensmittel wie Fleisch und Milch(-produkte)

Laut ihren Berechnungen könnte damit die Gesamtemission der Treibhausgase aus der Landwirtschaft fast halbiert werden.

„Wenn wir nicht wirklich ernsthafte Veränderungen vornehmen, was den Trend unseres Lebensmittelkonsums betrifft, müssten der Energie- und Industriesektor vollständig (ohne Ausstoß von Kohlendioxid) sein, um im Emissionsrahmen zu bleiben. […]Das ist praktisch unmöglich – also, […] müssen wir überdenken, was wir essen.“, so Co-Autor Pete Smith.

Also erkennt den Zusammenhang und macht das, was möglich ist, werdet vegan. Tipps und Starthilfe gibt es ja genug.

Über den Autor

Felicitas

ist bei PETA Fachreferentin für Ernährung und findet, dass Essen nur ohne Tierleid ein Genuss ist.

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