Ernährung

ERFOLG: Online-Händler entscheiden sich gegen Kopi Luwak

© iStock/alrikki

Das Leid der Tiere für die Kaffeeproduktion

Im Rahmen einer Recherche vor Ort dokumentierten Ermittler von PETA Asia die tierquälerischen Bedingungen, unter denen Schleichkatzen für die Produktion von Kopi Luwak-Kaffee leiden müssen.

Die Tiere – oftmals Wildfänge – werden in kleinen unsauberen und kahlen Käfigen gehalten. Als Nahrung erhalten sie fast ausschließlich Kaffeekirschen, was bei vielen Tieren zu Mangelerscheinungen, wie Haarausfall, führt. Zudem leiden zahlreiche Schleichkatzen in Käfighaltung an deutlich sichtbaren Verhaltensstörungen. Eine Recherche der BBC bestätigte die Ergebnisse und zeigte auf, dass angebliche „Wildlese“-Siegel meist reine Augenwischerei sind.

Ein Schritt in die richtige Richtung

PETA hat verschiedene Lieferanten des Tierqualproduktes in Deutschland kontaktiert und über die Ergebnisse der Recherchen informiert. Zwei Online-Store, die EdelTee GbR aus München und der Online-Supermarkt „All you need fresh“ trafen daraufhin eine tierfreundliche Entscheidung und versicherten gegenüber PETA, in Zukunft keinen Kopi Luwak mehr anzubieten.

Wir begrüßen den Entschluss der beiden Unternehmen sehr und sehen dies als wichtiges Signal auch an andere Anbieter von Kopi Luwak, sich gegen Tierquälerei und für tierleidfreie Alternativen zu entscheiden!

Was ist Kopi Luwak?

Wenn der Fleckenmusang die roten Kaffeefrüchte isst, verdaut er nur das Fruchtfleisch, nicht die Bohne. Diese kann im Magen fermentiert werden. Die ausgeschiedenen fermentierten Kaffeebohnen werden von einigen als Kaffeespezialität für mehrere hundert Euro pro Kilo gehandelt. Insbesondere in Indonesien, beispielsweise auf Bali oder Sumatra, wird auf Kosten der Tiere mittlerweile viel Geld verdient. Für die wildlebenden Tiere ist das Leben in Gefangenschaft die Hölle. In den Verschlägen aus Holz und Metallgittern können sie sich kaum bewegen.

Aktiv gegen Tierleid

Wo immer du Kopi Luwak in einem Geschäft oder Online-Store entdeckst, beschwere dich per Mail bei den entsprechenden Unternehmen und melde deine Beobachtung an info@peta.de.

Danke für deine Hilfe!

 

Über den Autor

Christiane

ist Aktivistenkoordinatorin bei PETA Deutschland. Sie betreut Aktive in ganz Deutschland und setzt sich vor allem für die Enten und Gänse in der Stopfleber-Produktion ein - denn jedes Tier hat ein Recht auf Leben und Freiheit!

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