Ernährung

Änderung des Düngegesetzes

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Am 10. März 2017 hat der Bundesrat der Reform des Düngegesetzes zugestimmt. Mit dieser wird die europäische Nitratrichtlinie bindend für das nationale Recht. Die Ausbringung von Gülle auf landwirtschaftliche Flächen wird strenger geregelt. Ziel ist eine Überdüngung zu verhindern und die Belastungen für Ackerflächen und das Grundwasser zu reduzieren.

Probleme mit Gülle

Immer wieder gibt es Medienberichte zur Nitratbelastung im Grundwasser. Die Überdüngung mit Gülle ist ein großes Problem. Angegangen werden soll es durch eine höhere Reglementierung in der Ausbringung von Gülle auf die Felder. Dies kann aber keine Lösung des eigentlichen Problems sein. Die hohen Mengen an Gülle kommen nur durch die Nachfrage nach Fleisch und tierischen Produkten zustande. Wenn die Gülleausbringung in Europa reglementiert wird, wir die Gülle woanders ausgebracht. Der Gülletourismus wird so lange boomen wie es eine tierische Landwirtschaft gibt.

Medikamente und Keime

Ein weiteres besteht in den Medikamentenresten und resistenten Keimen die über tierischen Ausscheidungen in die Natur getragen werden und somit auch auf unseren Tellern laden.

Folgen der Tierwirtschaft

Die tierische Landwirtschaft nicht nur für unglaublich viel Tierleid verantwortlich, sondern zugleich mit dem Ausstoß von Treibhausgasen wie Methan und Lachgas einer der Hauptverursacher für den Klimawandel. Als wenn das noch nicht genug wäre sorgt der Konsum von Fleisch und tierischen Produkten noch für Grundwasserverschmutzung und zu Bodendegradation.

Bio-Vegane Landwirtschaft

Pflanzen brauchen zum wachsen Phosphor-, Nitrat- und Stickstoffverbindungen. Dass die Ausbringung von Gülle für Nährstoffe keine Lösung sein kann haben wir auch erfahren. Auch mineralische Dünger können keine Lösung sein und sind in der biologischen Landwirtschaft sogar verboten. Eine Lösung bietet eine bio-vegane Herangehensweise an das Problem. Hierbei werden Pflanzennährstoffe und Humus durch Gründüngung, Kompost und Mulchen zugeführt. Beispielsweise binden Leguminosen Stickstoff aus der Luft an ihren Wurzeln und können als Gründung zur Stickstoffversorgung der anderen Pflanzen eingesetzt werden.

Was kannst du tun?

Die Lösung des Gülleproblems kann auch auf der kleinsten Ebene angefangen werden. Bei dir. Entscheide dich für eine vegane Lebensweise. Melde dich noch heute beim Veganstart an und entscheide dich für eine klima- und umweltfreundliche und nicht zuletzt tierfreundliche Lebensweise.

 

Über den Autor

René

René hat Geographie in Bremen und Hamburg studiert. Er mag Hummus und Humus, aber nur eins davon essen.

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