Ernährung

Auf einem Hof in Unterensingen – die einen streicheln wir, die anderen quälen wir…

Update 01.03.2016

Nachdem das Veterinäramt Auflagen erteilte, gab die Betreiberin des Hofes bekannt, dass die Jungbullenhaltung in naher Zukunft komplett eingestellt werden wird. Daraufhin stellte die Staatsanwaltschaft Stuttgart das Verfahren nunmehr ein. Gleichzeitig erließ das Veterinäramt erhebliche Auflagen.

 

Nach einem Hinweis eines Whistleblowers machten wir uns auf den Weg zu einem Hof im baden-württembergischen Unterensingen. Wir stellten fest, welch große Unterschiede leider immer noch zwischen verschiedenen Tierarten gemacht werden. In diesem Fall war es ein Hof, der Pensionspferde aufnimmt. Trotz Boxenhaltung, die zwar alles andere als ideal ist, hatte jedes Pferd einen recht großzügigen Paddock. Es war frisch und üppig eingestreut, Futter und Wasser von guter Qualität und es gab große Weideflächen. Viele Menschen waren auf dem Hof mit Stall ausmisten, Fellpflege der Pferde, Hufe auskratzen und füttern beschäftigt.

Etwas abseits des Geschehens befindet sich ein älteres Stallgebäude. Die Türen waren zu und durch die Fenster war nichts zu erkennen. Wir öffneten den oberen Teil einer Türe und was wir sahen brach uns fast das Herz. In diesem dunklen Verlies waren Bullenkälber eingesperrt. Angekettet, so dass sie sich gerade so hinlegen konnten. Doch auch das Hinlegen auf den Spaltenboden wäre für die Tiere nicht schön, denn einige hatten von dem harten und verdreckten Boden bereits schmerzhafte Wunden an den Gelenken. Der Stall war sehr dunkel und das einzige Licht, das sie bekamen war der Moment, als ich die Türe einen Spalt öffnete. Neugierig schauten sie zu uns rüber. Wahrscheinlich einer der wenigen Momente, in denen was in ihrem traurigen Leben geschah.

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Auf unseren Recherchen sehen wir immer viel Tierleid. Und doch hat mich der Anblick dieser armen Tiere sehr berührt. Was ist das für ein Dasein… eingesperrt, isoliert, angekettet im dunklen Stall und nicht in der Lage sich mal ein paar Meter in eine Richtung zu bewegen. Das nur, um nach einiger Zeit im Schlachthof zu landen.

Wir erstatteten Strafanzeige gegen diesen Betrieb wegen des Verstoßes gegen §17 Nr. 2b TierSchG.

Wie ihr diesen liebenswerten Tieren helfen könnt? Ganz einfach – Go vegan!

Kennt ihr Höfe, auf denen es ähnlich ist wie hier? Dann meldet es uns an whistleblower@peta.de

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Über den Autor

Jenny

arbeitet seit 2009 bei PETA und bearbeitet alle Fälle von Tierquälerei die eingehen.

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