Ernährung

Deutsche Holstein-Schau 2015: Sicher kein Spaß für Kühe!

Jedes Jahr finden unzählige Tierauktionen und Tierschauen statt, so auch die Deutsche Holstein-Schau 2015 am 10. und 11. Juni in der Weser-Ems Halle Oldenburg. Zur Schau gestellt werden die „besten“ Kühe, welche zuvor ein aufwändiges Kuhfitting über sich ergehen lassen mussten. Beurteilt werden sie dann unter anderem nach ihrer Statur und – wer hätte es gedacht – ihrem Euter.
Damit dieses so prall und groß wie möglich aussieht, werden den Kühen nicht selten und verbotenerweise die Zitzen zugeklebt, damit keine Milch austritt und das Euter schlaffer wirkt.

Unter den Kühen werden dann die „Champions“ in verschiedenen Kategorien gewählt.

Die Kühe fühlen sich sicher nicht wie Champions!

Jahrzehntelang wurde den armen Kühen eine krankmachende Milchleistung von bis zu 50 Litern und mehr am Tag angezüchtet. Wenn man bedenkt, dass eine Kuh ursprünglich um die 8 Liter Muttermilch ausschließlich für ihr Kalb produziert hat, dann kann man sich vorstellen, dass dies eine BELASTUNG und KEINE TOLLE LEISTUNG für das Tier darstellt. Mal ganz davon abgesehen, dass keine sogenannte Milchkuh ihr eigenes Kalb aufziehen darf, da es ihnen kurz nach der Geburt weggenommen wird! Nach durchschnittlich fünf Jahren führen hohe Milchleistung sowie falsche Fütterung und Haltung dazu, dass die Kuh für den Landwirt unwirtschaftlich wird – es folgt der Transport zum Schlachter.
Hier erfahrt ihr mehr zum Thema Milch.

Ihr seht also: Tierschauen sind absolut kein Spaß für Tiere und Milch ist absolut kein leidfreies Produkt.

Entscheidet euch deshalb immer für die pflanzliche Alternative und meldet euch noch heute bei unserem kostenlosen Veganstart-Programm an, wenn Ihr Hilfe beim Umstieg in ein veganes Leben benötigt.

Ach ja, leider haben viele Zeitungen und auch Radiosender über die Deutsche Holstein-Schau berichtet. Wenn ihr so etwas seht: Schreibt die Verantwortlichen freundlich an, klärt sie über die Tierquälerei hinter solchen Veranstaltungen auf und bittet in Zukunft um tierfreundlichere Berichterstattung. Danke!

Über den Autor

Lisa

ist Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie. Sie hat Agrarwissenschaften studiert und will sich nun für alle Tiere stark machen, egal ob sie muhen, grunzen, gackern, bellen oder miauen.

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