Ernährung

Der Mythos um das Essen von Veganern und pflanzlichen Lebensmitteln

© Zachary Tirrell auf www.flickr.com
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Es gibt doch tatsächlich Menschen, die mit den Augen rollen, wenn sie das Wort „vegan“ hören. „Ach komm, hör mir auf, so was esse ich nicht!“ Andere zahlen den dreifachen Preis eines Produktes, nur weil „laktosefrei“ darauf steht, was derzeit ziemlich im Trend zu sein scheint. Beiden sagen wir gerne: Vegane und laktosefreie Produkte gab es schon immer und keiner muss auf Spezialprodukte zurückgreifen, um sich gesund und vegan zu ernähren.

Jeder hat bestimmt schon einmal Spaghetti mit fruchtiger Tomatensoße, Marmelade auf dem Brot und Salzstangen gegessen. Nirgends auf der Packung steht geschrieben „laktosefrei“ oder „vegan“ – sie sind es aber.

Bei der Gelegenheit möchte ich zu etwas mehr Transparenz beitragen:

1. Auch Produkte, die nicht speziell mit „vegan“ gekennzeichnet sind, können vegan sein, z.B. die Original-Mannerwaffeln, Kekse, Schokocornflakes  oder Marzipan in Zartbitterschokolade bestimmter Marken. Einfach mal einen Blick auf die Zutatenliste werfen.

2. „Laktosefrei“ ist nicht automatisch vegan. Bei laktosefreier Milch wird Laktase zugegeben, das Enzym, das die Laktose aufspaltet und verdaulich macht. Pflanzendrinks, wie Soja-, Hafer- oder Reisdrinks sind dagegen vegan.

3. „Vegetarische“ Fleischersatzprodukte sind nicht automatisch vegan. Manche vegetarischen Schnitzel oder Würstchen enthalten Ei- oder Milchbestandteile. Auch hier gilt: auf die Zutatenliste schauen.

4. Bier, das nach deutschem Reinheitsgebot gebraut wurde, ist vegan. 🙂

5. Vegan ist nicht teurer. Auch hier gibt es natürlich Preisspannen zwischen Markenprodukten und günstigen No-Name-Produkten, Aufstrichen aus dem Bio-Markt oder dem Discounter, Fertiggerichten oder den Grundzutaten. Wer auf wenig verpackte und unverarbeitete Produkte zurückgreift und ab und zu selbst kocht, spart Geld.

Es herrscht noch immer viel Verwirrung darüber, was Veganer essen. Klar wird, dass Informationen über die Inhaltsstoffe der Produkte schlecht kommuniziert werden und die Marketingkonzerne mit dem Unwissen der Verbraucher viel Geld machen. Wer sich stärker mit Lebensmitteln auseinandersetzt, wird bald merken, wie breit die Angebotspalette an veganen Produkten ist. Und selbst Fleischliebhaber merken plötzlich, dass sie ab und an (vegane) Spaghetti mit Tomatensoße essen oder mit Erdnüssen und Salzstangen vorm TV sitzen.

 

 

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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