Ernährung

Das Leiden der Kälber – Teil 2

Totes Kälbchen.

Vor ca. drei Wochen berichteten wir euch über das Leiden von Kälbern in Groß Wokern. Es gab Stimmen, die behaupteten, dass so eine Tierquälerei eine absolute Ausnahme sei. Die Tiere seien schließlich des Landwirts „Kapital“. Dass dem absolut nicht so ist, könnt ihr an diesem aktuellen Beispiel sehen, welches uns letzte Woche erreichte:

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Kälbchen in der prallen Sonne…

Auf einem Hof im Landkreis Ostallgäu bemerkte eine aufmerksame Frau Kälber, die in der prallen Sonne standen. Die Tiere hatten in ihren winzigen Kälberiglus weder die Möglichkeit in den Schatten zu liegen, noch hatten sie Trinkwasser oder den leider üblichen Behälter mit der Ersatzmilch. Es hatte an diesem Tag um die 35°C…

 

Eines der Kälbchen lag bereits tot im Iglu.

Ob das Kälbchen letztendlich dehydriert, oder krank war konnte man natürlich nicht feststellen. Fakt ist aber, dass der Tod des Kalbes dem Landwirt egal war. Er wurde auf diesen unhaltbaren Zustand angesprochen.

Seine Antwort war, er habe keinen Platz im Schatten.

Die Whistleblowerin wendete sich an PETA und bat um Hilfe für die armen Kälbchen. Wir wendeten uns sofort an das zuständige Veterinäramt und forderten die Behörde auf, umgehend zum Wohl der Tiere zu handeln.

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… ohne Wasser und Futter

Was uns natürlich zusätzlich nachdenklich macht – waren es vielleicht Bullenkälber, die dem Landwirt in der Milchproduktion kein Geld einbringen und war er deshalb vielleicht so gleichgültig…?

Wenn ihr Zeuge von Tierquälerei oder einer schlimmen Tierhaltung werdet, meldet es beim zuständigen Veterinäramt, schreibt uns über das Whistleblower Formular oder holt die Polizei, wenn Gefahr im Verzug ist.

Weitere Infos:

PETA.de/Milch
PETA.de/Milch-Hintergrund

Über den Autor

Jenny

arbeitet seit 2009 bei PETA und bearbeitet alle Fälle von Tierquälerei die eingehen.

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