Biopflicht in Bremen: ein Vorbild für ganz Deutschland?
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Biopflicht in Bremen: ein Vorbild für ganz Deutschland?

Bio-Fleisch

Bremen will in öffentlichen Kantinen schon bald nur noch „Bio-Fleisch“ servieren. Das wird in einer Senatsvorlage gefordert, die noch im Januar beschlossen werden könnte. Kitas, Schulen und öffentliche Kantinen sollen bis zum Jahr 2022 Fleisch, Milch und Käse aus biologischer Herstellung verwenden. Klingt super? Nicht so ganz.

Weniger Fleisch auf den Speiseplänen

Da sogenanntes Bio-Fleisch teurer ist, rechnet der Senat mit insgesamt weniger Fleisch auf den Speiseplänen. Das sind tolle Neuigkeiten. Aber warum den Menschen überhaupt ein Tierqualprodukt vorsetzen? Schließlich haben Ermittlungen immer wieder gezeigt, dass es Tieren in Bio-Betrieben und Bio-Schlachthäusern nicht besser ergeht als ihren Artgenossen in der konventionellen Tierhaltung.

Was bedeutet Bio?

Es ist lange bekannt, dass das Bio-Siegel nicht zwangsläufig etwas über das Leben und Sterben der Tiere aussagt. Es hilft den Tieren in den engen Ställen, die zu tausenden auf engstem Raum Artgenossen zusammengepfercht sind nicht, dass sie mit Bio-Futter gefüttert werden. Hühner werden meist bereits nach sechs Wochen getötet. Tiere dürfen in bestimmten Fällen verstümmelt werden, Rinder beispielsweise enthornt. Die Fahrt zum Schlachthof soll möglichst kurz gehalten werden, doch auch hier müssen Tiere teils Stunden auf den Transportfahrzeugen ausharren. Sie enden dann in den gleichen grausamen Schlachthäusern wie alle anderen Tiere. Selbst wo sie in Bio-Schlachthöfe gebracht werden, bleibt ihnen Leid nicht erspart: Ermittlungen haben gezeigt, dass auch hier Tiere teilweise bei lebendigem Leib aufgeschnitten werden. Und auch für die Bio-Produktion werden männliche Küken vergast oder geschreddert. Kälber werden ihren Müttern entrissen, damit der Mensch ihre Milch trinken kann.

Bio = gesund?

Auch für die menschliche Gesundheit ist der Umstieg auf Bio nicht automatisch die Lösung. Tierische Produkte – ob bio oder nicht – können das Risiko auf Krebs, Herzerkrankungen, Diabetes und Übergewicht steigern. Eine abwechslungsreiche, rein pflanzliche Ernährung ist aus ethischen und gesundheitlichen Gründen deshalb die beste Wahl. Wenn Bremen wirklich an der Unterstützung einer nachhaltigen, tierfreundlichen und gesunden Landwirtschaft interessiert ist, sollte die Stadt ab sofort auf bio-vegan setzen.

Ohne Tierleid? Nur vegan!

Ein Bremer Politiker verweist darauf, dass vielerorts Personal geschult werden muss. Denn die Kantinen wissen oft überhaupt nicht, woher ihre Lebensmittel stammen. In solchen Schulungen wäre es problemlos möglich, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das Kochen ohne Tierleid näherzubringen. Kantinen können sich auch kostenlos PETAs Broschüre mit Rezepten für Großküchen herunterladen.

Es gibt kein tierfreundlich produziertes Fleisch. Auch für Eier und Milch leiden Tiere Höllenqualen. Wenn ihr auf eine vegane Ernährung umsteigen wollt, dann meldet euch kostenlos in unserem Veganstart-Programm an. Wir versorgen euch 30 Tage lang mit den wichtigsten Tipps!

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PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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