Avocado oder Avocadon’t – Ist die Avocado ein Umweltsünder?
Ernährung

Avocado oder Avocadon’t – Ist die Avocado ein Umweltsünder?

aufgeschnittene Avocado in einer Hand

Die Avocado gilt wegen ihrer Nährwerte als sogenanntes Superfood und erlebt die letzten Jahre einen regelrechten Hype. Du findest sogar Burgerbuns aus Avocados. Die grüne Frucht ist überall zu finden. Aber die Avocado gilt durch hohen Wasserverbrauch und Abholzung auch als Umweltsünder.

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Was hat Veganismus mit Avocados zu tun?

Superfood und „vegan“ werden gerne in einen Topf geworfen. Zwischen einem gesunden Lebensstil und einer veganen Ernährung gibt es sicherlich Überschneidungen. Vegan leben bedeutet jedoch weitaus mehr als das:

Es bedeutet Mitgefühl gegenüber allen Lebewesen zu zeigen und ihnen kein Leid zufügen zu wollen.

Als weitere Gründe werden Umweltbewusstsein und die gesunde Ernährung angegeben. Eine gesunde Ernährung ist allerdings auch ganz ohne Superfoods möglich. Und wenn du ehrlich zu dir selbst bist: auch Fleischesser essen Avocados, genau wie anderes Obst und Gemüse. In den oben genannten Burgerbuns gibt es Fleischburger.

Ist die Avocado ein Umweltsünder?

Die Avocado hat viel „Durst“. Für Avocados werden riesige Monokulturen angelegt und Bewässerungsanlagen gebaut. Das raubt der Bevölkerung teilweise den Zugang zu Trinkwasser. Wegen der hohen Nachfrage auf dem europäischen Markt befürchten Umweltschützer illegale Abholzung der Wälder um weitere Anbaugebiete für die Avocado zu erschließen. Für ein Kilogramm Avocado werden rund 2.000 Liter Wasser gebraucht.

Moment, da war doch was?

Es gibt Parallelen zwischen der Umweltverträglichkeit der Avocado und Tierprodukten. Abholzung von Wäldern findet auch für den Futtermittelanbau statt. Auch dieser Anbau verbraucht Wasser und trägt zum enormen Wasserverbrauch von tierischen Produkten bei. Rindfleisch braucht pro Kilogramm rund 15.500 Liter Wasser, bei Schweinefleisch sind es 6.000 Liter, Geflügel braucht immerhin noch 4.325 Liter.

Was heißt das für dich?

Selbst wenn ab und zu einmal Avocado in deiner Ernährung auftaucht: Für eine Avocado muss kein Tier leiden oder gar sterben. Für tierische Produkte leidet die Umwelt und vor allem die Tiere. Mit einer ausgewogenen veganen Ernährung lebst du gesund, auch ohne Avocado. Die nachhaltigste Form der Ernährung ist eine vegane Ernährung auf Basis von regionalen, saisonalen und biologischen Lebensmitteln. Der Superfood-Trend bringt immer wieder neue Früchte und Lebensmittel hervor, die auch meist schnell wieder verschwinden. Eine vegane Lebensweise ist kein Trend, sondern eine Entscheidung für die Tiere.


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Über den Autor

René

René hat Geographie in Bremen und Hamburg studiert. Er mag Hummus und Humus, aber nur eins davon essen.

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