Ernährung

Agrarministerkonferenz: Mehr Schein als Sein?

Zweimal im Jahr treffen sich die AgrarministerInnen der Bundesländer um Themen rund um Agrar- und Fortwirtschaft sowie die Entwicklung des ländlichen Raumes zu diskutieren. Diese Agrarministerkonferenz (AMK) findet 2014 vom 3.-5. September statt und im Vorfeld haben wir den MinisternInnen ein Schreiben mit Vorschlägen für mögliche Diskussionspunkte zukommen lassen.
Vor und nach der Konferenz verhält es sich ähnlich wie bei den Wahlen: Große Versprechungen werden gemacht, von welchen einige Zeit später kaum mehr zu hören ist.
Auch dieses Jahr soll wieder vermehrt über Tierwohl und Tierschutz diskutiert werden. Unter anderem soll es um das Schlachten schwangerer Kühe, das Betäuben von Schweinen vor der Tötung sowie um das Verstümmeln von Hühnern und Schweinen gehen. Auch Tiertransporte stehen immer wieder in der Kritik und sollen verbessert werden.

Und was wird umgesetzt? Im Vergleich zu anderen Ländern mag unser Tierschutzgesetz strenger wirken. Aber bei den Tieren kommt das nicht an! PETA und andere Organisationen decken mehrmals im Jahr gravierende Verstöße gegen das Tierschutzgesetz auf. Selten werden Personen oder Konzerne dafür zur Verantwortung gezogen und wenn, dann fallen die Strafen sehr milde aus. Zudem sind für viele Verbote keine Strafen festgelegt. Man darf beispielsweise hochschwangere Kühe nicht transportieren, aber wenn man es doch tut, dann bekommt man keine Strafe dafür.

Große Konzerne werden zudem durch Agrarsubventionen in Milliardenhöhe gefördert, Antibiotika dürfen weiter zur Metaphylaxe eingesetzt werden und Siegel, wie die Verbrauchertäuschung Initiative Tierwohl, werden unterstützt um gesetzlichen Verschärfungen vorzubeugen. Politik und die Lobby hinter der Fleisch-, Milch- und Eierindustrie sind so stark miteinander verknüpft, weshalb die mafiaähnlichen Strukturen immer weiter bestehen werden.
Milliarden Tiere, die Umwelt und unsere Gesundheit leiden darunter!
Jeder einzelne kann sich noch heute gegen einen Großteil dieser Ungerechtigkeiten wehren: Ein veganes Leben bedeutet Tierschutz, Umweltschutz, Ressourcenschonung und bessere Gesundheit in einem.
Probiere einfach unseren kostenlosen und unverbindlichen VeganStart aus: www.veganstart.de

Über den Autor

Lisa

ist Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie. Sie hat Agrarwissenschaften studiert und will sich nun für alle Tiere stark machen, egal ob sie muhen, grunzen, gackern, bellen oder miauen.

Durch die Nutzung dieser Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen