Vorbei! – Ein Abschiedsbrief an die Erde
Ernährung Schlagzeilen

Vorbei! – Ein Abschiedsbrief an die Erde

Erde Vorbei Abschied

Hallo Erde,

es war sehr schön mit dir für ein Drittel des Jahres. Schade, dass es so schnell vorbei war. Wenn alle Menschen so konsumierten wie wir in Deutschland, dann wärst du jetzt nicht mehr. Aber hey: die Welt hat noch Zeit, jedenfalls bis August. Dann haben wir dich endgültig erschöpft. Durch unsere Ausbeutung, Rohstoffentnahme, Wälder roden, Gewässer verschmutzen machen wir dich kaputt. Jedenfalls bis Januar. Dann beginnen wir von vorne.

Ja, ich weiß, wir könnten die Ressourcen nachhaltiger nutzen, nicht so verschwenderisch sein. Weniger Landfläche verbrauchen? Klar, könnten wir. Aber viele Menschen sind leider egoistisch. Sieh nur: Sie nehmen Tieren das Leben nur für einen kurzen Gaumenkitzel. Dabei werden nicht nur Tiere getötet – sie zerstören unwissentlich auch dich und die Umwelt.

Ich habe eben nochmal in meinen Keller geschaut: bis auf mein täglich genutztes Fahrrad steht dort nichts. Keine zweite Erde und erst recht keine dritte. Wir müssen also doch auf eine Marskolonie hoffen oder endlich anfangen uns gerecht gegenüber dir, der Umwelt und anderen Lebewesen zu verhalten.

Bis zum nächsten Jahr liebe Erde. Mach es gut!

Dein René

Der Earth-Overshoot-Day

Warum ich einen Abschiedsbrief an die Erde schreibe?

Die Erde bzw. unsere Umwelt hat eine begrenzte Anzahl an Ressourcen. Wir Menschen verbrauchen eine so große Menge, dass diese sich nicht im selben Zeitraum erneuern können. So verbrauchen wir in Deutschland knapp 3,2 Erden im Jahr. Weltweit liegt der Durchschnitt bei 1,7 Erden. Das heißt aber nicht, dass die Erde „einfach weg ist“, sondern lediglich, dass wir 1,7-mal so viele Ressourcen verbrauchen, wie uns nachhaltig zur Verfügung stehen. Wir leben also über unsere Verhältnisse. 

2017 fiel der Earth-Overshoot-Day für Deutschland auf den 24. April. Für 2018 wurde kein Datum berechnet, da es keine neue Datengrundlage gab. In Österreich fiel der Tag auf den 13.04.2018 und in Finnland auf den 11.04.2018.

Wie kommen die Werte zustande?

Wir hinterlassen durch unseren Ressourcenverbrauch einen großen Fußabdruck auf der Erde. Unter anderem zählt der Stromverbrauch und die Art der genutzten Energie dazu. Wer zum Beispiel täglich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder sogar Fahrrad fährt, hat einen kleinen Fußabdruck als Autofahrer.

Ein unterschätzter Wert ist allerdings die Ernährung. Der Anbau von Futtermitteln und Erschließen von Weideflächen erzeugt einen großen Fußabdruck. All das ist nicht notwendig, wenn wir uns vegan ernähren, denn mehr Tiere bedeuten einen größeren Fußabdruck. Und den größten Teil dieser Tiere sind sogenannten „Nutztiere“. Hier siehst du ein Beispiel der Biomasse von „Nutztieren“ im Vergleich zu den auf der Erde lebenden Menschen und Wildtieren.

Wenn wir alle vegan ernähren würden, könnten sogar mehr Menschen ernährt werden. In den USA sogar die doppelte Bevölkerung.

Was kannst du tun?

Wenn du deinen persönlichen globalen Fußabdruck verkleinern willst, dann lebe vegan. Mit unserem Veganstartprogramm, dass es jetzt auch als APP gibt, bekommst du 30 Tage lange Tipps zu einem Einstieg in das vegane Leben. Auch kannst du zu einem tierfreundlichen Stromanbieter wechseln, der auf erneuerbare Energien setzt. Die Tiere, die Umwelt und deine Gesundheit wird es dir danken!

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

Durch die Nutzung dieser Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen