Ernährung

7 unfassbare Fakten wie die Tierhaltung unsere Umwelt zerstört

In Deutschland werden jedes Jahr etwa eine Milliarde Landlebewesen getötet – diese unfassbare Anzahl an Tieren muss aber auch irgendwo gehalten werden. In riesigen Hallen, die anonym im Abseits stehen, vegetieren die Tiere während der kurzen Masttzeit unter qualvollen Haltungsbedingungen dahin oder werden für Milch und Eier gehalten, bis sie unwirtschaftlich werden. Dies ist ohne Frage eine leicht erkennbare Tierquälerei – jedoch hat die Tierhaltung auch massive Folgen für die Umwelt und sorgt vielerorts für Ressourcenknappheit.

1. Wasser: Die „Produktion“ tierischer Lebensmittel, wie Fleisch, Fisch, Milch und Eier, verschwendet nicht nur wahnsinnige Mengen an Wasser, sondern verschmutzt gleichzeitig unser Grundwasser, Bäche, Flüsse und Seen durch massives Düngen mit Gülle – das hat schwerwiegende Folgen für unsere Wasserqualität!

2. Treibhauseffekt: Je nach Studie werden der Tierwirtschaft zwischen 18 und 51 Prozent der gesamten vom Menschen verursachten Treibhausgase zugeschrieben, also mehr als dem gesamten Transportwesen weltweit. Dadurch wird der Klimawandel beschleunigt, welcher unter anderem zum Schmelzen der Polkappen beiträgt.

3. Staub: Kleine Partikel aus den Ställen, in denen die Tiere leben müssen, verteilen sich kilometerweit über die Luft. Darin können sich unter anderem krankmachende Keime befinden, wie la-MRSA, das resistent gegen Antibiotika ist.

4. Rodung des Regenwaldes: Allein in Südamerika fiel in den vergangenen vier Jahrzehnten rund 40 Prozent des Regenwaldes den Weideflächen oder der Produktion von Futtermitteln zum Opfer – im Amazonasgebiet sogar 70 Prozent. Auf diese Weise landen heutzutage über 50 Prozent der Ernten nicht mehr auf dem Teller, sondern im Trog – bei Sojamehl sind es sogar über 90 Prozent.

Slash and burn agriculture in the Amazon | Matt Zimmerman | CC BY 2.0 Read more: http://www.peta.org/features/meat-climate-change/#ixzz32AlH45ER
Slash and burn agriculture in the Amazon | Matt Zimmerman | CC BY 2.0
Read more: http://www.peta.org/features/meat-climate-change/#ixzz32AlH45ER

5. Artenvielfalt: Werden die artenreichen Regenwälder weiterhin ungebremst abgeholzt, damit Weideflächen für Tiere oder Platz für den Anbau von Futtermitteln entstehen können, geht damit auch der Lebensraum oftmals noch unentdeckter Arten verloren und sie werden dadurch unwiederbringlich ausgelöscht. Und auch in den Weltmeeren, die durch die Überfischung extrem strapaziert sind, gibt es mehr und mehr bedrohte Lebensarten.

6. Energie: Tierische Produkte verschwenden Unmengen an Energie, denn um beispielsweisen Fleisch zu erzeugen, muss ein Vielfaches an pflanzlicher Energie an die Tiere verfüttert werden. Die sogenannten Veredelungsverluste sind bei jeder Tierart anders, besonders hoch sind sie bei Rindfleisch, denn hier benötigt man für ein einziges Kilo bis zu 16 Kilo Getreide. Allein für die Produktion von einem Kilogramm Rindfleisch könnte man eine 100 Watt Glühbirne 20 Tage brennen lassen

7. Boden:Die Tierwirtschaft nimmt 70 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche für sich ein, das sind 30 Prozent der gesamten Erdoberfläche. Weideflächen verschlechtern sich durch die Aktivitäten der Tierwirtschaft und sind von Überweidung, Verdichtung sowie Erosion betroffen. Die Fleischproduktion laugt somit den Boden aus und führt dazu, dass in Zukunft weniger angebaut werden kann.

Durch eine rein pflanzliche Lebensweise und einen schonender Umgang mit unseren Ressourcen können wir die Umwelt schonen und Leben retten – probiere es aus: www.veganstart.de und erfahre hier mehr über die bio-vegane Landwirtschaft.

Über den Autor

Lisa

ist Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie. Sie hat Agrarwissenschaften studiert und will sich nun für alle Tiere stark machen, egal ob sie muhen, grunzen, gackern, bellen oder miauen.

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