Ernährung

Globaler Overshoot-Day – Lernen wir endlich etwas daraus?

Overshoot-Day

Heute, am 8. August, ist globaler Overshoot-Day. Der Overshoot-Day kennzeichnet und benennt den Tag, an dem wir alle natürlichen Ressourcen (Produkte, wie Wasser, Holz, Öl, die genutzt und gefördert jedoch nicht hergestellt werden können), die uns innerhalb eines Jahres „zur Verfügung“ stehen, aufgebraucht haben. Ab diesem Tag nehmen wir der Erde, für das restliche Jahr, mehr, als sie fähig ist jene Dinge zu reproduzieren. Die Gewohnheit die Erde über ihre Kapazitäten hinaus zu wirtschaften, hat in den 70-er Jahren begonnen. Erschreckend ist dabei vor allem in welch kurzer Zeitspanne sich der Erdüberlastungstag jährlich immer früher ereignet. Innerhalb der Jahre 2007 und 2008 ist er beispielsweise vom 26. Oktober auf den 23.September vorgerückt!

Das Ausbeuten der Erde und mit ihr die Dezimierung endlicher natürlicher Ressourcen bringt verheerende Folgen mit sich. So bewirkt zum Beispiel allein das Schwinden von Süßwasser einen Rückgang der Nahrungsmittelproduktion. Dies wiederum führt zu einer Zunahme von Katastrophen, was zwangsläufig eine umweltbedingte Migration zur Folge hat. Wie die Wasserknappheit, so bringen das Schwinden von Öl, die Abholzung des Regenwaldes, die zunehmende Luftverschmutzung ebenfalls gravierende Folgen mit sich.

Wichtig ist also der Erhalt der natürlichen, lebensnotwendigen Ressourcen unserer Erde. Zusätzlich müssen wir den Ausstoß der Treibhausgase in die Atmosphäre verringern. Beides geschieht, indem die Rodung und Entwaldung des Regenwaldes gestoppt wird und neue Waldflächen geschaffen werden. Ein Problem ist außerdem der globale Handel. Der Transport sämtlicher Waren über Schiffe, Flugzeuge, Transporter ist für einen Großteil der Emissionen verantwortlich. Nahrung wie Obst und Gemüse werden vor allem in Deutschland zum Großteil importiert, Fleischwaren beispielsweise von Deutschland aus  exportiert.

Die Tierwirtschaft  ist einer der größten Umweltsünder überhaupt. CO2, Methan und andere Stickoxide, hauptsächlich erzeugt durch die Tiere, deren Ausscheidungsprozesse und die Transportkosten, tragen enorm zur Erderwärmung bei. Ebenso die Rodung von Waldflächen, um Anbaufläche für die Futtermittel zu schaffen. Laut dem WWI ist die Tierwirtschaft für ganze 51 Prozent der erzeugten Treibhausgase verantwortlich. Hinzu kommt der Verbrauch von Wassermitteln beim Anbau.1 Kilogramm Fleisch benötigt 15.500 Liter Wasser, wohingegen der Anbau von 1 Kilogramm Kartoffeln gerade einmal 900 Liter Wasser braucht. Eine rein pflanzliche Lösung, also keine tierischen Produkte, kann hierfür eine Lösung sein. Riesige Wassermengen können dadurch gespart werden, Anbauflächen werden geschaffen und so können Menschen, die momentan noch Hunger leiden müssen, versorgt werden. Gleichzeitig bietet die vegane Lebensweise die Möglichkeit die Erderwärmung gering zu halten.

Tatenloser Tatendrang

Menschen orientieren sich an ihrem Staat, an deren Politik. Ein gemeinsames Ziel aller Länder zu erklären sollte angesichts der Probleme, die der Klimawandel ohne rasche Maßnahmen mit sich bringen wird, kein unüberwindbares Problem sein. Die Klimakonferenzen sprechen jedoch dagegen.  So versprach man sich von der letzten Klimakonferenz in Paris Großes. Ein Wendepunkt sollte sie sein. Alle Länder sind inzwischen bestrebt und engagiert, denn die Gefahr des Klimawandels haben die meisten begriffen. Dennoch ist es einfach schwierig die Wünsche und Forderungen von 193 Staaten zu vereinen. Das Problem ist, dass jeder Staat – in Zeiten des Kapitalismus – sein eigenes Wohl voranstellt und nicht das Wohlergehen der Welt als Gesamtes im Blick hat, was eventuell eben heißt gewisse „Opfer“ zu bringen. Klare Regeln müssen her und wenn notwendig Sanktionen. Anders kann es und wird es ein Erreichen der nötigen Maßnahmen nicht geben. Wie es Jan Kowalzig gesagt hat „Ein guter Geist ist noch kein effektiver Klimaschutz“.

Wir müssen endlich, endlich aktiv werden. Jeder einzelne muss für unsere Erde Initiative zeigen. Es geht um uns, um die Zukunft der Menschheit. Der Klimawandel ist, im Moment neben dem Terrorismus, das dringlichste Problem. Es ist wichtig, dass wir als Gemeinschaft agieren, es gibt viel zu große Differenzen innerhalb der Gesellschaft, innerhalb der Länder und Staaten. Das hält auf und kann keinen effektiven Klimaschutz zur Folge haben. Es ist aber ebenso wichtig, dass sich jeder verantwortlich fühlt. Jeder kann seinen Beitrag leisten. Die Zeit ist längst da, dass man sich aus seinen Gewohnheiten löst und aus der Entschlossenheit heraus etwas getan wird. Werde vegan, dies ist eines der unkompliziertesten und doch so sehr effektiven Möglichkeiten deinen Beitrag für unsere Erde zu leisten!

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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