Ernährung

Der qualvolle Tod ungeborener Kälber

Die Bundestierärztekammer schätzt die Zahl der Kälber in Deutschland, die pro Jahr ungeboren im Mutterleib ersticken, weil ihre Mütter im Schlachthaus getötet werden, auf 180.000. Diese Woche erst wurde diese Zahl in der Sendung Panorama 3 veröffentlicht. PETA stellte dem NDR hierfür wichtige Fachinformationen zur Verfügung und wir begrüßen es sehr, dass endlich über dieses furchtbare und dennoch völlig legale Thema im Fernsehen berichtet wird.

Warum kommt es zu diesem minutenlangen Erstickungstod?

Damit eine Kuh Milch gibt muss sie schwanger sein, sie ist ja schließlich ein Säugetier. Etwa ein Mal im Jahr wird eine Kuh deshalb (meist) künstlich befruchtet. Der Tierarzt dringt also mit seinem kompletten Arm in die Kuh ein und pflanzt Sperma eines möglichst „wertvollen“ Bullen in die Gebärmutter ein. Dies hört sich an wie eine moderne Art der Vergewaltigung – und nichts anderes ist es. Nach neun Monaten bringt die Kuh dann ein Kalb auf die Welt. Dieses wird ihr nach der Geburt natürlich weggenommen, die Milch soll ja der Mensch bekommen. Wenn die Kuh aber aufgrund der haltungsbedingten Strapazen Stoffwechsel-, Euter- oder Klauenerkrankungen erleidet, deren Behandlung sich für den Landwirt nicht lohnt oder die die Milchleistung verringert, dann heißt es ab zum Schlachter. Diese, vom Menschen verursachten, Krankheiten entstehen aber natürlich ungeplant und somit kommen auch viele Kühe zum Schlachter, die schon wieder zwangsbesamt wurden und deshalb ein Kind in sich tragen. Teilweise hochschwanger muss die Kuh also den belastenden Transport überstehen. Im Schlachthof angekommen kommt sie in einen Fixationsstand und ihr wird mit einem Gerät ein Bolzen ins Gehirn geschossen, der die Kuh betäuben soll. Aus diesem Stand fällt sie dann, hoffentlich vollständig betäubt, seitlich heraus um dann an einem Bein in die Luft gezogen zu werden. Es folgt der tödliche Entblutungsstich, der die Kehle des Tieres durchtrennt und der das Tier langsam ausbluten lässt. Das Kalb der mittlerweile toten Mutter jedoch versucht indes Luft zu bekommen – vergebens. Es erstickt langsam und qualvoll im Bauch der getöteten Mutter, um dann auf den Müll geworfen zu werden.

Zudem sind Rinder, die schwanger sind, insgesamt ruhiger und deshalb bleibt der Verdacht, dass Kühe in der Milch- und Fleischindustrie absichtilich schwanger gehalten werden, damit sie umgänglicher sind…

Was kannst Du tun?

Ist Fleisch, ein Glas Milch oder Käse dieses Leid wert? Wir sagen nein! Entscheide auch du dich jeden Tag für qualfreie und gesunde Alternativen: www.veganstart.de

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Über den Autor

Lisa

ist Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie. Sie hat Agrarwissenschaften studiert und will sich nun für alle Tiere stark machen, egal ob sie muhen, grunzen, gackern, bellen oder miauen.

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