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Yulin – Chinas alljährliche Hundehölle

© PETA / Karremann

Das grausame Festival von Yulin: Was du tun kannst

Yulin ist ein wahrgewordener Albtraum für Hunde und Katzen! Auch in diesem Jahr werden wieder tausende Hunde und Katzen auf grausame Weise getötet und zu Nahrungsmitteln oder Leder verarbeitet.

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Dog on a Stick | Maria Ly | CC-BY-2.0

Für die meisten von uns ist allein der Gedanke unvorstellbar, einen Hund oder eine Katze zu töten, zu kochen und zu essen. Denn: Diese Tiere sind für uns Familienmitglieder und unsere besten Freunde. Wir stellen uns ihre Angst vor, wenn man sie zusammen mit Artgenossen in Käfige pfercht, und die Qualen, die sie erleiden müssen, wenn sie erschlagen oder lebendig gehäutet werden.

Auch die meisten ChinesInnen unterstützen das Hundefleischfestival nicht. Immer mehr junge Menschen informieren sich über Tierquälerei und wollen etwas dagegen tun. Das macht Hoffnung für die Zukunft der Tiere. PETA Asia arbeitet vor Ort und appelliert an die Menschen, das Schlachten von Hunden und anderen Tieren für die Fleischproduktion nicht mehr zu akzeptieren.

Kontaktiert die chinesische Botschaft
© iSock/Juliann Itter
© iSock/Juliann Itter

Tierquälerei wie in Yulin kann nur deshalb geschehen, weil es keine ausreichenden Tierschutzgesetze gibt! Bitte wende dich mit einem höflichen Schreiben an die chinesische Botschaft und bitte den chinesischen Botschafter Shi Mingde unter presse.botschaftchina@gmail.com, alles in seiner Macht stehende zu tun, um das grausame Festival zu verbieten und endlich Tierschutzgesetze zu verabschieden.

Finger weg vom Leder

Eine schockierende verdeckte Ermittlung von PETA Asia hat gezeigt, dass Hunde erschlagen und getötet werden, damit man ihre Haut zu Lederhandschuhen, Gürteln, Jackenbesatz, Katzenspielzeug und andere Accessoires verarbeiten kann. Der Ermittler filmte in einem Schlachthof, wie Arbeiter einen Hund nach dem anderen mit einer metallenen Greifzange am Hals griffen und den Tieren mit einem Holzpfahl auf den Kopf schlugen. Einige Hunde wurden davon bewusstlos, andere jaulten panisch.

Einige rangen noch nach Atem, nachdem ihnen bereits die Kehle durchgeschnitten wurde. Ein Angestellter sagte dem Ermittler, der Betrieb würde täglich 100 bis 200 Hunde erschlagen und häuten. Als das Video gedreht wurde, befanden sich ca. 300 lebende Hunde in der Anlage, denen die Schlachtung bevorstand.

Bitte verzichte immer auf Pelz und Leder und kläre deine Freunde und Familie über die Bedingungen der „Produktion“ auf. Tolle vegane Mode verzichtet komplett auf Tierleid.

Streicht Tierquälerei von eurem Speiseplan

Es gibt keinen Unterschied zwischen der Angst und dem Leid der Hunde und Katzen in Yulin und dem unzähliger anderer Tiere, die für den menschlichen Konsum getötet werden. Wer Hunde, Katzen und alle anderen Tiere davor bewahren will, zu Nahrungsmittelzwecken getötet zu werden, der sollte allen Lebewesen gegenüber Mitgefühl zeigen.

Entscheidet euch für das Leben – lebt vegan.

Auf der ganzen Welt werden intelligente und sensible Tiere gequält und getötet, um zu Lebensmitteln verarbeitet zu werden.

  • Schweine, zum Beispiel, sind klüger als Hunde. Trotzdem ist es gängige Praxis, Schweinemütter derart einzupferchen, dass sie ihren Verstand verlieren und Ferkeln ohne Schmerzmittel die Zähne, Hoden und Teile ihres Schwanzes abzuschneiden.
  • Hühner – soziale und neugierige Tiere – werden im Schlachthof oft bei vollem Bewusstsein in kochend heißes Wasser getaucht, genau wie die Tiere auf dem Festival von Yulin.

Die Wahrheit ist: Die Hunde und Katzen unterscheiden sich nicht von den Schweinen, Kühen, Hühnern und anderen Tieren, die auf einem Teller landen.

Hunderettungen vor Ort helfen leider nicht immer

Durch die zunehmende internationale und lokale Berichterstattung steigt auch die Anzahl an Besuchern, die Tiere freikaufen und retten wollen.

© iStock/Imageegaml
© iStock/Imageegaml

In einem offenen Brief warnen 35 Tierschutzgruppen allerdings davor, dass der Kauf von Hunden – häufig zu hohen Preisen –  den Markt ankurbeln könne, den man eigentlich zunichtemachen möchte. Den Gruppen zufolge werden so lange weiter Hunde geschlachtet, wie wohlwollende Tierretter Schlange stehen, um die Geldbörsen der Hundeverkäufer zu füllen.

„Wenn in Yulin viele Hunde gekauft werden, regt das den Markt vor Ort an, es werden noch mehr Hunde geschlachtet und der Preis steigt. Zudem können Verbleib und Wohlergehen der geretteten Hunde nicht nachgeprüft oder garantiert werden.“

Tierfreunde werden gebeten, sich lieber für langfristige Lösungen einzusetzen und z.B. Druck auf die lokalen Behörden aufzubauen, die Öffentlichkeit zu informieren und auf Tierschutzgesetze zu drängen.

 

 

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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