Bekleidung Pelz

WTO-Anhörung: EU prangert tierquälerische Robbenjagd an

Gestern und heute fand die zweite Anhörung bei der Welthandelsorganisation WTO in Genf über das EU-Robbenimportverbot statt. Kanada und Norwegen hatten sich juristisch beschwert, das Verbot verstoße in unzulässiger Weise gegen die Freihandelsregeln der WTO.

Als Gegenbeweis zeigte die EU-Delegation die grausame Realität der Jagd auf Babyrobben. Entgegen minimalster Tierschutzstandards sind viele Jungtiere noch bei vollem Bewusstsein, bevor sie getötet werden. Die Folge sind immenses Leid und Schmerzen für die Tiere. Jäger schießen die Robben häufig mehrmals an, um sie bewegungsunfähig zu machen. Auch das brutale Zertrümmern der Schädel mit Spitzhaken sorgt nicht zuverlässig dafür, dass die Robben sofort tot sind.

Bei den sehr schwierigen Witterungsbedingungen im Eismeer vor Neufundland es ist unmöglich die Robben ohne unnötige Schmerzen vom Boot aus zu jagen. Die EU fragte die Gegenseite, ob es nur eine „seltene“ Ausnahme sei, dass Babyrobben mit Spitzhaken über das Eis gezerrt werden, ohne vorher zu prüfen, ob diese noch bei Bewusstsein sind. Norwegen und Kanada wollten darauf keine Antwort geben.

Rettet die Robben: Pam für PETAPETA protestiert seit Jahrzehnten mit der Kampagne „Rettet die Robben“ für den endgültigen Stopp des Robbenmassakers in Kanada. Durch die erkämpften Importverbote auf Robbenprodukte in der EU, Russland, den USA und zuletzt Taiwan, ist der internationale Handel mit den Pelzen, Fleisch und Öl der Robben mittlerweile eingebrochen. Pamela Anderson und Jude Law hatten sich im Vorfeld der WTO-Anhörung bereits für die Meeressäuger stark gemacht. Eine Entscheidung des Gremiums wird für Oktober diesen Jahres erwartet.

Bitte die kanadische Regierung, die blutige Robbenjagd endlich zu verbieten und nicht weiter zu subventionieren!

Über den Autor

Frank

ist Fachreferent für Tiere in der Bekleidungsindustrie und fühlt sich gut in veganer Mode und wilden Wäldern.

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