Bekleidung Daunen Leder Wolle

Vegan auf Tour: Camping

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Lange Tage, warme Sonnenstrahlen und der süße Duft blühender Blumen. Wenn das nicht nach einem Campingausflug ruft. Wir haben für euch nachgeschaut, in welcher Campingausrüstung sich tierische Materialien verstecken können und wie ihr sie problemlos ersetzen könnt.

Schwer bepackt mit tausend Sachen, die das Leben leichter machen

Beim Camping wird viel Wert auf Leichtigkeit und eine einfache Reinigung gelegt. Daher sind viele Ausrüstungsgegenstände generell frei von tierischem Material. Schlafmatratzen, Isomatten, Essgeschirr, Wasserflaschen, Taschenlampen, Gaskocher, Leuchten, Klappmesser (Achtung, Ledergefahr beim Etui), Campingtoiletten, Mikrofaserhandtücher, Windschnüre und vieles mehr. Alles vegan! Ein paar Ausnahmen gibt es jedoch:

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Ein Dach über dem Kopf

In Zelten haben die Menschen schon vor vielen Jahrhunderten Zuflucht gefunden. Früher mussten sie beim Zeltbau jedoch auf Tierfelle, Lederhäute und robuste Blätter zurückgreifen. Der moderne Mensch nutzt hierfür lieber Gewebe aus Polyester und Nylon. Da diese Stoffe leicht, reis- und wasserfest sind, werden bei Zelten generell keine tierischen Produkte mehr verwendet. Wer tierfreundlich leben möchte, hat hier die freie Wahl.

Ein Schlafsack muss nicht fliegen können

Genauer hinschauen sollte man bei Textilprodukten. Schlafsäcke werden auch heute noch mit Daunen befüllt. Hierfür werden viele Tiere bei lebendigem Leib gerupft. Auch Federn von Gänsen aus der Stopfleberproduktion können bei Daunenprodukten nie ausgeschlossen werden. Bei Schlafsäcken kommen die Federn vor allem in den oberen Preisklassen und bei besonders warmen Modellen zum Einsatz. Wolle spielt bei modernen Schlafsäcken eine untergeordnete Rolle, kann als Füllmaterial aber dennoch vorkommen. Besonders leichte Schlafsäcke und Campingdecken können widerum aus Seide sein, wofür tausende Raupen bei lebendigem Leib verbrüht werden. Zum Glück gibt es auch eine breite Auswahl an Kunstfaserschlafsäcken, die ganz ohne Tierleid auskommen. Diese bestehen aus Polyester und Nylon, sind mit verschiedenen Hightechfasern gefüllt, deutlich günstiger als Daunenschlafsäcke und absolut pflegeleicht.

Kleider machen Leute 

Bei Funktionswäsche spielt hingegen Wolle eine große Rolle. Viele lange und kurze Unterhosen, Socken und wärmende Oberteile bestehen im Outdoorsektor aus dem Fell von Merinoschafen. Der Großteil dieser Tiere kommt derzeit aus Australien. Hier wird gerne das sogenannte Mulesing praktiziert, bei dem jedem Lamm zum Schutz vor Fliegenbefall ein tellergroßes Stück Fleisch vom Hintern abgeschnitten wird. Alles ohne Betäubung. Tiefe Schnittwunden und panische Tiere sind aber auch in Deutschland ein fester Bestandteil der Schur. Für wärmende Wäsche empfehlen wir darum Fleeceprodukte, die frei von Wolle sind. Sobald es sportlich und somit feucht wird, sind Polyamid, Polyester, Nylon und Elasthan empfehlenswert. An besonders warmen Tagen, sind Baumwolle und Leinen fantastische Begleiter.

Zeit zum Chillen

Ein schönes Lagerfeuer am Abend? Auf jeden Fall! Dieses sollte jedoch nicht mit Streichhölzern entfacht werden, da deren Köpfe generell aus einem Bindemittel mit Gelatine bestehen. Besser ist ein Feuerzeug. Das hat zusätzlich den Vorteil, dass es auch noch funktioniert, wenn es einmal nass geworden ist. Damit das Feuer lodert, sind Brandbeschleuniger sehr hilfreich. Viele Anzünder sind jedoch für die Umwelt giftig oder mit tierischen Wachsen und Fetten überzogen. Dasselbe gilt für Feuergranulate, Zündwolle und Fackeln. Unsere Empfehlung sind rein pflanzliche und ökologische Anzünder, beispielsweise von der Marke if you care.

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Der Duft der Natur

Wer am Abend so richtig eingeräuchert wurde, möchte sich danach frisch machen. In der Natur kommen aus ökologischen Gründen allerdings nur wenige Pflegeprodukte in Frage. Ein Outdoorklassiker und 100 Prozent pflanzlich sind Dr. Bronner’s Magic Soaps. Die besonders milden Seifen sind sogar für den tierischen Begleiter geeignet. Weitere vegane und umweltschonende Produkte gibt es in Naturkosmetikläden. Die Mitarbeiter in lokalen Stores, beispielsweise bei Lush, können euch zudem persönlich und individuell über geeignete Produkte beraten. Eine Liste zu tierversuchsfreier Kosmetik, findet ihr zudem hier.

Da der veganen Camping-Tour nun nichts mehr im Wege steht, wünschen wir euch viel Spaß beim Reisen. Genießt die warme Jahreszeit und tankt fleißig Vitamin D!

Weiterführende Informationen

Du möchtest mehr über einen tierleidfreien Alltag lernen? Dann schaue dich auf PETA.de um. Hier bekommst du viele Informationen, wie du verhindern kannst, dass Tiere für unsere Kleidung, Ernährung, Unterhaltung oder für unsere Schönheit gequält werden.

 

Über den Autor

Hanna

Hanna ist Fachreferentin für Tiere in der Bekleidungsindustrie. Dass sie sich heute für Pelztiere einsetzt, ist ihren zwei Katzendamen zu verdanken.

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