Bekleidung Schlagzeilen

Stella McCartney für PETA USA auf der Toronto Fashion Week

Die Tochter des berühmten Beatles Paul McCartney wurde bereits auf der Pariser Fashion Week für ihre farbenfrohe und aufregende Kollektion überschwänglich gelobt. Nun erstrahlt die langjährige PETA-Unterstützerin auf einer großen Leinwand auf der Toronto Fashion Week, um über die Qualen der Lederindustrie zu berichten. Außerdem sind Plakate mit Penelope Cruz zu sehen, auf denen sie Pelz die kalte Schulter zeigt.

Als verantwortungsbewusste Designerin weist Stella in eindrücklichen Bildern auf das Tierleid hinter dem angeblichen „Naturprodukt“ Leder hin. Dabei ist die toxische Gerbung der Tierhäute mit Chrome und anderen Chemikalien alles andere als gesund für die Haut, weil Chromat und Nickel in Lederprodukten Allergien hervorrufen können. In Deutschland sind nach Expertenschätzung bereits eine halbe Million Menschen von einer Lederallergie geplagt. Von den giftigen Arbeitsbedingungen und umweltschädlichen Abwässern ganz zu schweigen.

Im größten Lederproduzentenland Indien leiden die sonst heiligen Kühe aber weitaus mehr für Jacken, Schuhe und Gürtel. Auf einem entbehrungsreichen Todesmarsch ohne Wasser und ausreichend Nahrung, werden die Kühe auf hunderten Kilometer über die indische Grenze geprügelt. Wenn eine Kuh aus Erschöpfung zusammenbricht, bricht man ihr den Schwanz oder reibt ihr Chilipulver in die Augen. Unter primitivsten Bedingungen wird den gepeinigten Tiere die Kehle durchgeschnitten und am Haken ausgeblutet. Anschließend werden sie häufig noch bei lebendigem Leibe gehäutet.

Vor diesem Hintergrund ist der tierfreundliche Rückgriff auf Kunstleder eine einfache und günstigere Alternative. Ob beim Schuhkauf oder der Suche nach einer Lederjacke – die pflegeleichten Kunstlederprodukte sind heute neben anderen tollen veganen Materialen überall erhältlich und verursachen keine Schmerzen bei Tieren und Menschen.

Über den Autor

Frank

ist Fachreferent für Tiere in der Bekleidungsindustrie und fühlt sich gut in veganer Mode und wilden Wäldern.

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