Bekleidung Pelz

Schweiz: Robbenimportverbot endgültig beschlossen

Nach dem Ständerat der Schweiz hat sich gestern der Nationalrat für ein Robbenimportverbot ausgesprochen und die Motion von Nationalrat Oskar Freysinger in abgeänderter Form angenommen. Mit dem Beschluss wird die Schweizer Regierung endgültig beauftragt ein entsprechendes Gesetz in den nächsten Monaten zu erarbeiten und umzusetzen.

Kanada und Norwegen verlieren potentielle Absatzmärkte

Die Schweiz wird demnach bald zu den 34 Länder zählen, die bereits ein Import- und Handelsverbot für Robbenprodukte in Kraft haben, wie etwa Russland, die USA und die EU-Staaten. Dieser Beschluss ist ein weiterer Schlag gegen Kanada und Norwegen, die zuletzt vergeblich versucht hatten, das EU-Robbenimportverbot vor der Welthandelsorganisation WTO zu kippen. Aktuell werden noch letzte Unstimmigkeiten zwischen EU und WTO ausgehandelt und die Schweiz wird die überarbeitete EU-Regulierung als Vorlage für ihren Gesetzestext heranziehen. Das Schweizer Importverbot dürfte hoffentlich in einem Jahr in Kraft treten.

Symbol für mehr Tierschutz

Der Schweizer Entschluss setzt ein internationales Zeichen, dass Staaten, den Pelzhandel gezielt einschränken und verbieten können. Denn auch Millionen von Nerzen, Füchsen oder Marderhunden werden auf internationalen Pelzfarmen tierquälerisch eingesperrt und häufig lebendig gehäutet. Deshalb wird sich PETA international weiter intensiv für Pelzhandelsverbote einsetzen, um das unnnötige Luxusprodukt Pelz aus den Läden zu verbannen. So existiert bereits in West Hollywood in den USA ein lokales Pelzhandelsverbot. Israel berät derzeit als erstes Land der Welt über ein nationales Verbot des Pelzhandels.

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Über den Autor

Frank

ist Fachreferent für Tiere in der Bekleidungsindustrie und fühlt sich gut in veganer Mode und wilden Wäldern.

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