Bekleidung Pelz

Robben in Russland: Öko-Tourismus statt Massaker

Lee Cooper via Public Domain Marke 1.0

Tiere in ihrer natürlichen Wildbahn zu beobachten, hat neuerdings auch in Russland Konjunktur und eröffnet den abgelegenen Dörfern am Weißen Meer neue Einnahmequellen. Wie in Deutschland wollen Touristen auch am Polarkreis die Robben bestaunen und jagen sie glücklicherweise nur mit Fotoapparaten – anstatt mit Gewehren und Spitzhacken.

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Eine Ringelrobbe auf dem Eis (Lee Cooper via Public Domain Marke 1.0)

Meist im Frühjahr lassen sich auf dem Eis zwischen Finnland und Russland Bartrobben, Ringelrobbe, Grönlandrobben und die Kegelrobbe nieder, um ihre Jungen zur Welt zu bringen und groß zu ziehen. Mit Hubschraubern fliegen die Touristen zu den Kolonien und können die Robben in Freiheit und ihrer natürlichen Umgebung erleben. Die weißen Babyrobben warten noch gespannt auf die Rückkehr ihrer Mütter und erwachsene Tiere tauchen immer wieder bei der Nahrungssuche auf. Die jahrhunderte alte und blutige Tradition der Robbenjagd ist in Russland heutzutage beinahe komplett zum Erliegen gekommen, seit dem die Jagd auf Jungtiere unter einem Jahr 2009 verboten und somit unlukrativ wurde. Zudem hat Russland 2011 als Großabnehmer den Import von Robbenpelzen aus Kanada verboten und somit den Weltmarkt mit Robbenpelzen einbrechen lassen.

Öko-Tourimus schafft nachhaltige Arbeitsplätze an den Küsten und die Besucher lernen mit Hilfe von Führern viel über die Meeressäuger und ihren Schutz. Die ehemals bedrohten Robbenbestände in den Nordmeeren erholen sich durch Beschränkungen oder Verbote der Jagd glücklicherweise. PETA fordert insbesondere die Regierungen in Kanada und Namibia auf, die größten Robbenmassaker an ihren Küsten zu beenden und den Fischern beim Umstieg auf zu nachhaltigem Tourismus zu helfen.

Über den Autor

Frank

ist Fachreferent für Tiere in der Bekleidungsindustrie und fühlt sich gut in veganer Mode und wilden Wäldern.

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