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Robben in Namibia: Fischereiministerium verteidigt Massaker

Der Fischereiminister von Namibia Bernhard Esau zeigt sich uneinsichtig:

Wenn wir die Robben nicht töten, wird dies ein Ungleichgewicht in unserem marinen Ökosystem hervorrufen und eventuell dazu führen, dass Fischbestände negativ beeinflusst werden und die gesamte Fischereiindustrie bedroht wird“.

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Robbenfamilien in Namibia © Marc Veraart by CC 2.0

Wissenschaftliche Untersuchungen aus der Heimat der Südafrikanischen Seebären zeigen jedoch, dass die Tiere nicht in direkter Konkurrenz zu den Fischern stehen. Obgleich die Robben auch Sardellen oder Sardinen essen, sind diese meist zu klein, um für die kommerzielle Fischereiindustrie interessant zu sein. Daneben fangen die Robben auch Makrelen, Krebstiere oder Kopffüßer wie Tintenfische,  die überhaupt nicht im Fokus der Fischer stehen und als Beifang gelten. Deshalb ist die angebliche Bedrohung der Fischbestände durch die Robben nur minimal. Selbst im Nachbarland Südafrika, wo die Robbenjagd seit 1990 bereits verboten ist und die Robbenpopulation jährlich zulegte, sind die Fischbestände nicht wie prophezeit eingebrochen.

Bitte unterstütze unsere Online-Petition an den Premierminister von Namibia das Robbenmassaker sofort einzustellen!

Vielmehr sind internationale Trawler und Missmanagement des Fischereiministeriums für instabile Fischbestände verantwortlich. Erst vor kurzem hat die riesige Fischverarbeitungsfabrik Dirk Diederik aus den Niederlanden vor die Küste Namibias ganze Bestände geplündert. Der Super-Trawler kann allein an einem Tag 250 Tonnen Fisch fangen.

Über den Autor

Frank

ist Fachreferent für Tiere in der Bekleidungsindustrie und fühlt sich gut in veganer Mode und wilden Wäldern.

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